Kritische Controller

Arno Görgen; Eugen Pfister

Guybrushs Glyziniengedärm

02.04.2026 69 min

Zusammenfassung & Show Notes

Sie sind wieder da und plaudern in etwas über einer Stunde über Piraten-Teenager, Glyzinien-Palais, Tulsa-Noir, Medienkritik-Dauerläufer und Menscheninneres-Tourismus. Und noch so viel mehr. Gleich zu Beginn im “Hardwork” besprechen Arno und Eugen das Lieblingskind vieler Spieleforscher*innen und Retrogamer*innen einer gewissen Alterskohorte: The Secret of Monkey Island! Für einen Sammelband zu “50 zentralen Spielen”, herausgegeben von den Doktoren Feige und Inderst, hat Eugen nämlich das Spiel zerlegt. Gemeinsam mit Arno wird er also über die Produktionsgeschichte, die Gefahr des Anekdotischen und die Erfindung des Teenagers sprechen. Im Softwork erzählen Arno und Eugen einander von den Spielen und Filmen und Serien, die sie jüngst gespielt und gesehen haben. (Für die Bücher war leider wieder zu wenig Zeit. Aber vielleicht machen wir ja dazu mal eine Extrafolge.) Es ist eine Freude, den beiden dann zuzuhören, wie sie daran scheitern, einen guten Übergang zur Antragserotik zu finden. Diese schließlich behandelt diesmal ein besonders juicy Thema: die Reise in das Innere des Menschen. Verbunden damit kommt der Aufruf an unsere geneigten Hörer*innen uns doch bitte per Mail, Social Media, Fax und Post noch Ideen für weitere Spiele zuzusenden, in welchen das Körperinnere bereist wird.

Besprochener Text:
Eugen Pfister, “The Secret of Monkey Island (1990)”, in: Daniel Martin Feige und Rudolf Inderst (Hg.), Computerspiele. 50 Zentrale Titel. Bielefeld 2025, 341-349.

Besprochene Spiele:
Dark Pictures: The Devil in Me
NBA Y2K 2026
The Quarry

Besprochene Filme/Serien:
Younger (US 2015–2021)
Bridgerton (Staffel 4) (US 2026)
The Lowdown (US 2025)
Running Man (US/UK 2025. D: Edgar Wright)

Transkript

Intro: Kritisch. Bitte schön. Bitte schön.</v> Sandra.</v> Oh!</v>
Eugen
00:00:37
Eugen: Hallo, Arno.</v>
Arno
00:00:39
Arno: Salü! Eugen. Oh.</v>
Eugen
00:00:41
Eugen: Leicht verändert. Sehr gut. Gefällt mir. Gut.</v> Wir treffen uns wieder zur 14. Folge.</v> Die unsere.</v>
Arno
00:00:52
Arno: Ich glaube, sogar, die 15..</v>
Eugen
00:00:53
Eugen: Ist die 15.. Wir hatten ja zwei Folgen, die im Äther verschwunden sind.</v> Deswegen bin ich mir jetzt auch nicht mehr ganz sicher.</v>
Arno
00:01:01
Arno: Aber das kann natürlich sein.</v>
Eugen
00:01:04
Eugen: Schauen wir mal, wir werden es dann merken, wenn es wenn es hochgeladen wurde.</v>
Arno
00:01:07
Arno: Weil ich hatte glaube ich heute Morgen noch bei dem diesem Hoster bei Letscast.</v> Vielleicht kriegen wir ja Prozente, Wenn ich das so erwähne, hatte ich mal nachgeguckt und ich glaube,</v> das ist jetzt die 15. Folge.</v>
Eugen
00:01:20
Eugen: Ah ja, ich weiß auch warum, weil die extra Folge mit Aurelia gab zu Bravo Screenfun.</v>
Arno
00:01:27
Arno: Ja.</v>
Eugen
00:01:27
Eugen: Spitze ich einfach beinhart die die als extra Folge nicht zu den Hauptfolgen gezählt kommt übrigens.</v>
Arno
00:01:34
Arno: Also ich finde ja, das.</v>
Eugen
00:01:35
Eugen: Gehört.</v>
Arno
00:01:35
Arno: Schon zur Lore.</v>
Eugen
00:01:37
Eugen: Ja, du hast recht. Wir können ja. Weißt du was?</v> Wir können dann im Nachhinein einfach immer neue Rechnungen machen und alle Hardcore folgen.</v>
Arno
00:01:44
Arno: Können.</v>
Eugen
00:01:45
Eugen: Usw. Genau das gibt es ja alles. Wir können.</v> Ähm. Gut, also fangen wir einfach mal damit an, Worüber reden wir heute?</v> Im Hard Work habe ich diesmal einen Text von mir durchgesetzt, den der Arno.</v> Okay, wir machen es einfach abwechselnd.</v>
Arno
00:02:03
Arno: Insofern, ich habe ihn sehr gerne gelesen.</v>
Eugen
00:02:06
Eugen: Ja, mir hat er auch Spaß gemacht. Ich kann dann zur zur Hintergrundgeschichte lustige,</v> lustige Anekdoten erzählen. Wie genau hat der Eugen gelesen, was die Vorgaben sind für den Text?</v> Also was wir besprechen werden, ist mein Eintrag zum Spiel The Secret of Monkey Island für den Sammelband Computerspiele 50</v> zentrale Titel, herausgegeben von unseren Kollegen und Freunden Daniel Martin Feige und Rudolf Inderst.</v> Das wird in ein Hard Work sein. In einen Softworks reden wir wie immer über Spiele,</v> die wir gespielt haben. Filme, die wir gesehen haben, Bücher, die wir gelesen haben und eigentlich nur darüber,</v> woran wir uns erinnern, was ja schon eine gute Vorauswahl ist. Und in der Antragserotik wird heute vor allem der Arno erzählen</v> von einer letzten Einreichung zu einem zu einer Konferenz, wenn ich das richtig gelesen habe.</v>
Arno
00:03:02
Arno: Genau. Gut, dann verrate noch nicht mehr.</v>
Eugen
00:03:06
Eugen: Naja, man muss schon dabeibleiben. Der Plan ist, dass wir uns ein bisschen kürzer halten.</v> So wie jedes Mal. Mal schauen, wie gut es heute funktioniert.</v>
Arno
00:03:15
Arno: Darf ich mal kurz erwähnen? Ich bin gerade etwas erschrocken, weil ich jetzt erst den Namen unter deinem,</v> äh, unter deinem Bildchen sehe. Da steht nämlich statt Eugen Pfister steht da Pimpernella.</v>
Eugen
00:03:28
Eugen: Das fällt dir jetzt erst auf. Ich habe jedes Mal einen anderen Namen. Bei Riverside gebe ich immer.</v> Also ich glaube, das Letzte. Die letzten Male war ich A, dann B, dann jetzt bin ich Pimpernella.</v>
Arno
00:03:39
Arno: Da muss ich an den Spruch denken. Abraham sprach Bebrahm.</v> Connie Molzebraham.</v>
Eugen
00:03:44
Eugen: Sehr bayerisch.</v>
Arno
00:03:45
Arno: Sehr gut. Entschuldigung. Wir sind in den Achtzigern und Neunzigern sozialisiert worden.</v> Das war der Humor damals.</v>
Eugen
00:03:53
Eugen: Ich erinnere mich daran.</v>
Arno
00:03:54
Arno: Aber das ist eigentlich schon eine spitzen Spitzenüberleitung, nämlich zu Hard Work und zu The Secret of Monkey Island.</v> Bzw. Deinen Text, weil es da ja auch viel um Humor und die 80er eher um die 90er geht.</v>
Eugen
00:04:09
Eugen: Es ist so an der Schwelle von den 80er 90er Jahren.</v> Ich finde es nicht falsch. Wir können dann auch drüber reden. Warum 80er Jahre durchaus ein sehr wichtiger Einfluss auf das auf das Spiel war.</v>
Arno
00:04:19
Arno: Also du hast einen Text geschrieben zum Spiel des Secret of Monkey Island.</v> Im Rahmen einer akademischen Kanonsammlung kann man sagen.</v> Ich glaube.</v>
Eugen
00:04:30
Eugen: Sie sind sehr bemüht, die zwei Herausgeber das Wort Kanon nicht zu verwenden,</v> weil das ein verbrannter Ausdruck ist.</v> Ich habe das Buch nicht herausgegeben, ich kann es beinhart an einen Kanon nennen. Ich mag auch Kanon es.</v> Also ich finde die Idee natürlich kann man jetzt diskutieren, welchen Anspruch das darauf stellt,</v> irgendwie verbindlich zu sein. Aber ich mag einfach.</v> Ich mag Listen, ich mag Listen sehr. Ich finde das auch manchmal inspirierend,</v> sich damit auseinanderzusetzen. Und dann halt auch diese brutalen Fragen. Gerade bei 50 Spielen noch so eine willkürliche Zahl Was kommt rein,</v> was kommt nicht rein? Es wurde auch heiß diskutiert. Also viele, viele wichtige Spiele haben wurden nicht erwähnt,</v> haben keinen Einzug gefunden, Andere wieder doch ähm.</v> Ich glaube Secret of Monkey Island hat sich nicht so schwer getan. Gerade bei Game Studies Kolleginnen ist das so ein Klassiker für alle</v> einer gewissen Alterskohorte. Die haben das einfach alle gespielt, vor allem im deutschsprachigen Raum. Und ich habe mich sehr</v> gefreut, dass ich dazu angefragt wurde. Ich glaube, ähm, also ausgezeichnet.</v> Ich habe ein bisschen immer wieder zu Monkey Island auch gearbeitet, weil ich zu Piraten in digitalen Spielen ein paar Texte geschrieben habe.</v> Ich glaube, das hat mir dann den Kickstarter gegeben, da.</v>
Arno
00:05:42
Arno: Immer noch ein bisschen beleidigt, dass ich nicht angefragt wurde.</v>
Eugen
00:05:45
Eugen: Ja, ich wollte dir auch die Möglichkeit geben und das heute einmal zu ventilieren.</v> Ich bin auch. Ich bin auch.</v>
Arno
00:05:51
Arno: Ich halte.</v>
Eugen
00:05:51
Eugen: Es.</v>
Arno
00:05:52
Arno: Jedes Mal, wenn ich den Rudolf inderst, einen der Herausgeber Sie, halte ich ihm das auch vor die Nase zurecht.</v>
Eugen
00:05:58
Eugen: Das ist auch. Das ist auch gut so, kann man wirklich.</v> Da kann man sich wirklich fragen. Aber da müssen wir dann doch irgendwann den Podcast öffnen und ihn einladen,</v> damit er dir Rede und Antwort steht.</v>
Arno
00:06:10
Arno: Und sagen wir mal so, also dieses unter die Nase reiben geht natürlich auch nur,</v> wenn man wirklich sehr gut befreundet ist und weiß, es findet alles in einem freundschaftlichen Rahmen statt,</v> nicht wahr, Rudolf? Ja genau, Canon ist.</v> Ich persönlich bin als Kulturhistoriker und kulturwissenschaftlich orientierter Ideenhistoriker,</v> finde ich. Canon ist natürlich super.</v> Also stell dir vor, wir als 70-jährige blicken auf diese Zeit zurück und können dann diese ganzen Listen von den besten</v> Spielen aller Zeiten anschauen und auch vergleichen, wie die sich im Laufe der Zeit verändern.</v> Das ist doch wunderbar.</v>
Eugen
00:06:57
Eugen: Ja, finde ich nämlich auch. Also es ist einfach immer eine sehr gute Quelle.</v> Und diese Auswahl ist ja eine intellektuelle Tätigkeit, die erstens mir auch Spaß machen würde.</v> Gut, ich war nicht Herausgeber. Also ich habe da nicht ausgesucht, aber ich finde, das hat auch etwas Sinnliches an sich,</v> da mal eine Auswahl zu treffen und man möchte das.</v> Es ist ja eigentlich auch eine. Diese Auswahl ist ja so ähnlich wie eine Sprache,</v> das heißt, indem man einen Kanon macht, der ja so ähnlich ist wie das Mixtape der 80er Jahre,</v> das wir unseren Liebsten gemacht haben.</v> Dann sagt man ja etwas aus. Ich finde auch sehr interessant.</v> Also ich kann zu viel über die Herausgeberschaft nicht sagen.</v> Da müsste man an Daniel, Martin und Rudolf fragen.</v> Aber es steht ja auch drauf 50 zentrale Titel und nicht die besten Spiele oder die wichtigsten,</v> sondern zentral. Und ich finde, das ist schon ein sehr eleganter Kniff gewesen,</v> dass man da auch auch nicht sagt die 50 zentralsten Titel, sondern es ist halt eine Auswahl und sie kann auch teilweise sehr</v> pragmatisch sein. Also es kann ja durchaus. Ich weiß auch, dass einige Autorinnen abgesprungen sind.</v> Dadurch sind dann ein paar Titel einfach wieder rausgefallen und andere kamen rein.</v>
Arno
00:08:04
Arno: Ja, bei War das bei dir jetzt so, dass du speziell zu diesem Spiel angefragt wurdest oder wurdest du angefragt und dann hast du dich</v> für das Spiel?</v>
Eugen
00:08:13
Eugen: Nein, ich wurde direkt zu dem Spiel angefragt. Also es war schon ich. Es war schon so,</v> dass die Spiele vorgegeben waren und dann entsprechend angefragt wurde.</v>
Arno
00:08:23
Arno: Das hängt sicher auch mit deiner Doktorarbeit zusammen, oder?</v>
Eugen
00:08:25
Eugen: Ja. Ich meine, ich habe ja mit der Doktorarbeit eben nicht, sondern meine Magisterarbeit.</v>
Arno
00:08:32
Arno: Magisterarbeit sorry, Ja.</v>
Eugen
00:08:33
Eugen: Kulturelle Kulturtransfer in der Karibik und die Piraterie in der frühen Neuzeit.</v> Ja, ich erzähle noch immer ein bisschen an den Sachen, die ich damals gelernt habe.</v> Mit Mitfreude ist ganz ganz verlässt es mich nicht.</v> Ich habe zwar jetzt einmal gemerkt, dass ich nicht mehr. Ich bin einfach nicht mehr am neuesten Stand. Was, was die Forschung zu</v> Piraterie angeht, aber ist bei vielen.</v>
Arno
00:08:56
Arno: Sachen, die wir forschen so, dass wir ja auch bei vielen Sachen schon vor fünf Jahren oder so zu politischen Transfers und so</v> geschrieben haben, dass da die Beispiele mittlerweile dann doch ein bisschen outdated sind.</v>
Eugen
00:09:09
Eugen: Ja, es ist Piraterie, ist es erstaunlicherweise nicht ganz so, weil es gar nicht so.</v> Also ich bin immer erstaunt darüber, dass das ein Thema ist, das irgendwie so zentral in der Populärkultur ist,</v> dass es da gar nicht so viel Forschung gibt.</v> Dann ist dieser gesplittet nach Ländern.</v> Aber ich möchte mich da jetzt gar nicht zu sehr zu sehr rein tauchen. Es ist, ähm, es ist ein schönes und spannendes Thema,</v> aber es gäbe durchaus noch Spielraum für sehr viel mehr Forschung hier.</v>
Arno
00:09:35
Arno: Ja, also der Monkey Secret of Monkey Island, Erzähl mal genau.</v>
Eugen
00:09:41
Eugen: Also angefangen fangen wir mit dem Anekdötchen an Eugen sollte es lernen, sinnerfassende Mails zu lesen und auch die Vorgaben für Texte,</v> weil mein Hirn funktioniert so Ich lese etwas, speicher etwas ab, das bleibt auch ganz tief drinnen.</v> Und dann bin ich der Überzeugung, dass diese Information richtig ist.</v> Tatsächlich ist das einer der schönsten Fälle, wo ich eine viel zu hohe Zeichenanzahl angestrebt habe.</v> Ich habe es jetzt nicht mehr im Kopf, aber ich glaube, am Ende war eher sowas in Richtung 10.000 erwartet, weil es müssen sich ja</v> 50 Spiele ausgehen und ich glaube ich habe 60.000 am Ende.</v> Also ich überlege auch noch. Ich überlege noch immer, ob ich einfach diesen Text dann durchgehe und ein kleines Büchlein mache.</v> Ich habe beim Reclam Verlag mal angefragt damals.</v> Die haben sich nie gerührt. Also kennst du die? Ich mag die eigentlich sehr, diese Reihe. 100 Seiten. Und dann hast du Dracula</v> oder Game of Thrones oder Die Simpsons oder.</v>
Arno
00:10:36
Arno: Die kannte ich noch nicht.</v>
Eugen
00:10:38
Eugen: Aus diesen habe ich wirklich gerne. Ich glaube, Asterix gibt es da auch.</v> Die lese ich gern, weil sie auch immer in sich abgeschlossen sind. Also auch schön, dass es einfach so kurz sein muss und dachte mir</v> vielleicht eins zwei Secret of Monkey Island. Aber ich habe doch.</v> Ich habe eine Antwort gekriegt. Sie melden sich noch. Das war vor einem Jahr. Schauen wir mal!</v>
Arno
00:10:55
Arno: Eigentlich ganz cool.</v>
Eugen
00:10:56
Eugen: Ja. Fallout. Jetzt fallen mir.</v>
Arno
00:10:58
Arno: Noch eine Langversion von einem Text.</v>
Eugen
00:11:01
Eugen: Ja. Nein, haben wir nicht mehr. Die ist irgendwo.</v> Und das war noch so ein Fall. Gut, bevor wir uns da jetzt auch zu sehr verirren.</v> Monkey Island. Viel zu langer Text. Hat Spaß gemacht.</v> Ähm, es hat dem Text aber dann auch sehr gut getan runter zu kochen, weil ich.</v> Es war dann schon ein bisschen Stream of Consciousness. Ich fang am Anfang an und höre am Ende auf und dazwischen versuche ich möglichst</v> alles was ich gefunden habe, was interessant ist, wissenschaftlich da zu vereinen.</v> Zugleich habe ich versucht, halt nicht in diese diese klassische Anekdötchenfalle zu kippen,</v> Also dass es einfach eine Ansammlung ist von den Erzählungen, die noch dazu mittlerweile jeder,</v> der mal was dazu gelesen hat, eh schon kennt.</v> Also von Ron Gilbert schreibt seine zehn Regeln, wie ein gutes Adventure auszusehen hat,</v> dann die Feindschaft zu Sarah usw. Das glaube ich kennen die.</v>
Arno
00:11:48
Arno: Nostalgiefälle bei dem Spiel. Ist schon schade.</v>
Eugen
00:11:51
Eugen: Denn das war wirklich schwer. Ich habe mich dann auch bemüht. Also ich habe es jetzt wieder gelesen. Auch es ist kritischer als ich es in</v> Erinnerung habe, weil ich eben versucht habe, dieses diese Meistererzählung des großartigen Abenteuers und des Spaßes,</v> den sie hatten, ein bisschen zumindest aufzubrechen und halt, was ich gemacht habe,</v> ist ich habe unsere Analysemethode aus dem Horror Gamepolitics Projekt genommen und habe bin danach durchgegangen,</v> also aufgeteilt. Eine Produktionsanalyse, Produkt und Rezeptionsanalyse des Spiels.</v>
Arno
00:12:23
Arno: Ja, habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen.</v>
Eugen
00:12:26
Eugen: Das freut mich. Aber genau diese Produktionsanalyse, die war interessant.</v> Also es ist. Wir haben ja zwei, es gibt zwei Fälle, wenn man das spielerisch sieht.</v> Das eine ist, es findet sich nichts im Internet, dann wird es wirklich aufregend, überhaupt irgendetwas zu finden. Oder so wie The</v> Secret of Monkey Island es ist. Das Internet ist voll damit.</v> Und da sind es dann aber auch. Da ist wirklich dann die Herausforderung, erstens die zig te Wiederholung von irgendeinem</v> Anekdötchen dann zu hinterfragen mal, warum wird das so 400 mal wiederholt oder auf den Ursprung zu folgen?</v> War das wirklich so? Gibt es irgendeinen bei irgendeiner, der der Entwicklerinnen tatsächlich daran involviert,</v> dass das war so der die Aufgabe hier.</v>
Arno
00:13:07
Arno: Also ich habe auch den Eindruck, das liegt so ein bisschen daran, dass gerade in den 90er und vielleicht auch noch</v> Anfang der Zweitausender die Spieleindustrie so massiv auf der Suche war nach Starpersönlichkeiten,</v> die man dann so ähnlich wie auch in der Filmindustrie als Aushängeschild auch ausbauen kann.</v>
Eugen
00:13:26
Eugen: Das ist stimmt. Das ist eigentlich ein sehr, sehr interessantes, eine interessante Feststellung,</v> dass da gab es wirklich. Also zum einen.</v>
Arno
00:13:35
Arno: Zum Beispiel auch so.</v>
Eugen
00:13:37
Eugen: Ja oder die Klassiker der der Molyneux und Richard Garriott und halt Gilbert und dann sieht man ja Und da gäbe es ja einige,</v> gerade in dieser Zeit. Seltener auch wie Roberta Williams Frauen, die genannt werden.</v> Aber sonst waren es immer George.</v>
Arno
00:13:52
Arno: Ähm, ja. Also hättest du heute zum Beispiel gar nicht mehr so ein Sid Meiers Pirates oder so,</v> dass das.</v>
Eugen
00:14:00
Eugen: Das habe ich mir auch gerade gedacht, was da noch Entsprechungen wären. Eher noch im Indiebereich,</v> aber da auch weniger. Aber tatsächlich es ist.</v> Es ist auch wirklich, wenn man die Produktionsgeschichte analysiert.</v> Also es gibt ja auch so Sachbücher zu Monkey Island gibt es ja auch schon eins von.</v> Einem französischen Kollegen oder Kollegen.</v> Ich glaube, ursprünglich Journalisten der vierte Edition, glaube ich, ist das Buch rausgekommen.</v> Auch sehr hübsch, das ich gelesen habe.</v> Dann gibt es auch so einen Bildband, die Geschichte von Lucas Arts.</v> Da findet man die ganzen Rahmenpunkte, also wann in Lucas, wann George Lucas überhaupt angefangen hat,</v> auch Computerspiele entwickeln zu lassen mit Lucasfilm und der Computer, die Vision.</v> Und dann kann man ein bisschen rekonstruieren, wann wer wo hinkam, wann das Männchen das eigentlich ein Es ist ja gar nicht seine Enkelin,</v> aber halt eine Art Programm, das es sehr viel leichter macht, gleichförmige Adventures zu entwickeln.</v> Wann das entwickelt wurde.</v>
Arno
00:15:01
Arno: Als Lucasfilm, fällt mir gerade auch noch eine Frage ein.</v> Und zwar das Vielleicht weißt du das.</v> Wie groß denn der Einfluss von Lucas auf diese Spiele war, weil.</v> Also also es fällt mir schon auf, dass viele Spiele zum Beispiel ja auch diesen humoristischen Einschlag haben.</v> Und wenn man jetzt sich jetzt die vor allem die Filme von Lucas aus der Zeit als Witz gemeint.</v>
Eugen
00:15:25
Eugen: Ja.</v>
Arno
00:15:25
Arno: Die haben schon auch dieses Familienaffine würde ich, würde ich.</v>
Eugen
00:15:30
Eugen: Das gar nicht. Ich wollte jetzt gerade sagen, die sind ja viel lustiger als George Lucas. Es war den ich jetzt nicht so als die lustigste Person</v> einschätzen. Ja, es gibt ein paar Momente, vor allem in Indiana Jones und Star War's,</v> aber ansonsten ist er nicht so die Witzschleuder.</v> Ich glaube, die waren tatsächlich ziemlich unabhängig vom Film von George Lucas.</v> Es gab ein paar Vorgaben. Star War's und Star War's durfte man nicht dran.</v> Da haben sie hin und wieder geflucht. Also laut den Anekdoten auch.</v> Und sonst wann. Das sind ja ganz wilde Sachen.</v> Also gerade am Anfang. Rescue of Fraktalus.</v> Und was? Wie heißt es? Razor. Das waren teilweise so abstrakte Flugspiele in dem einem Fraktal.</v> Das hat einfach einer mit Fraktalen herumgespielt.</v> Die haben dann die Planetenoberflächen, glaube ich dargestellt.</v> Razor Wenn ich mich nicht irre, war einfach ein Ballspiel ein futuristisches.</v> Und dann erst hat also die Adventures angefangen damit, dass sie die Rechte von Labyrinth,</v> dem Film, den habe ich gar nicht mehr so viele kennen, außer.</v> Ja, genau. Also. Und Jim Henson Puppen.</v> Der Film ist okay. Man muss es auch nicht zu viel übertreiben.</v> Ich habe, glaube ich, zwei Mal gesehen. Das war okay. Sehr viel öfter muss ich nicht sehen. Dazu haben sie ein Spiel gemacht. Und dann kam er schon</v> Maniac Mansion. An dem Ron Gilbert zentral beteiligt war.</v> Und das war so der Startschuss für die das sogenannte Goldene Zeitalter der LucasArts Adventures dieser Zeit,</v> wo vielleicht auch Secret Monkey trifft es ganz gut, dass es, weil es dann von vielen als Höhepunkt wahrgenommen wird.</v> Und ich glaube also, man liest immer die gleichen Erzählungen, was für ein Spaß sie hatten und dass die Neuankömmlinge wie der,</v> ähm, wie heißt er noch mal? Schaffer.</v> Vornamen vergessen. Tim Schäfer Dass die als das Game bezeichnet wurden, wenn sie als Azubis angefangen haben,</v> das liest man dann dutzende Male. Aber wie genau es ausgesehen hat, das kann man nur so zwischen den Zeilen lesen.</v> Also was man schon merkt ist, es gab auf jeden Fall Crunch damals, weil sie gezwungen waren,</v> selbst die die Handbücher zu falten in letzter Minute, damit sich alles noch irgendwie für den Release ausgeht.</v> Und es ist natürlich diese klassische Schönfärberei.</v> Es war ein Riesenspaß. Und Sie haben gern die ganze Zeit dort investiert, und das ist sicher auch nicht falsch. Aber</v> zugleich war schon auch, glaube ich, ein extremer Druck da.</v> Der hat sich in dieser Zeit sehr normalisiert.</v>
Arno
00:17:52
Arno: Ja, ich glaube, du hast die Zahl von also nicht gesicherte Zahl von 200.000 US Dollar genannt,</v> die das Spiel gekostet hätte. Ich finde das eigentlich relativ viel für die Zeit jetzt.</v>
Eugen
00:18:05
Eugen: Du, du stellst das so als Frage hin, diese Feststellung jetzt.</v> Wenn ich eine Ahnung hätte, wie viel Sierra Spieler zur gleichen Zeit gekostet hätten,</v> könnte ich dir da.</v>
Arno
00:18:15
Arno: Wie viele Leute waren da jetzt beteiligt?</v> Du hast irgendwo.</v>
Eugen
00:18:18
Eugen: Gesagt haben Ja, wir haben in den Credits drin. Ich versuche es noch mal zu finden. 85 wurden genannt,</v> aber ich glaube mit Q und A usw auch interessante Beobachtungen von den 85 waren 15 haben nicht männliche Namen getragen.</v> Also ich glaube die Genderbalance war nicht ganz gegeben und man hört wirklich von denen allen wenig,</v> außer mit Ausnahme von Ariel Harrison, die aber auch nur deshalb berühmt wurde,</v> weil sie als Vorbild eine Grafikerin, weil sie als Vorbild für die Elaine hergehalten hat.</v> Also Ihr Foto?</v>
Arno
00:18:50
Arno: Ja.</v>
Eugen
00:18:50
Eugen: Tatsächlich. Wenn man sie dann recherchiert, merkt man, dass sie auch durch ihre Arbeit berühmt war damals,</v> weil sie eine Pixelart Künstlerin war und zum Beispiel alle, die sich noch an.</v> Jetzt muss ich kurz nachschauen Genau, Deluxe Paint, also das klassische Grafikprogramm der Zeit,</v> die das kennen, werden sich auch daran erinnern, dass der eine, äh ich glaube Tutanchamun Maske oder so eine Pharao Maske vorne drauf war.</v> Das hat sie gemacht. Also eines der bekanntesten Pixelart Bilder dieser Zeit stammt von ihr und sie wird aber immer darauf reduziert,</v> dass sie halt Vorbild für die Elaine war.</v> Aber zurück zu den Produktionskosten. Ja, auch diese 200.000, die habe ich gefunden in einem Interview von Tim Schafer im Playboy.</v> Also das ist die einzige Zahl, die ich gefunden habe zu den Produktionskosten. Die war in einem Interview für den Playboy, wo das</v> mal erwähnt wurde. Es gibt auch nichts zu den Verkaufszahlen.</v> Auch da ist immer so ein bisschen das äh, also es wird immer behauptet, dass es nie ein Riesenerfolg war und dass gerade</v> die, die Point and Click Adventures wenig Geld reingespielt haben.</v> Vor allem im Vergleich zu den Spielen, die auch finanziell sehr erfolgreich gewesen sein dürften.</v> Das ist dann oft die Rede von Raubkopien.</v> Ja, ich war damals dort in der Zeit. Ich hatte die Spiele zuerst als Sicherheitskopien von Freunden.</v> Kann durchaus sein, aber das sind so bisschen alles unüberprüfte Aussagen.</v> Und ich muss jetzt auch sagen, ich habe niemanden interviewt für diese, für diesen Kurztext.</v> Das wäre auch noch mal spannend. Aber Sie erzählen, Sie geben wenig Einblick in solche Fragen.</v> Also wie hat die Arbeit wirklich ausgesehen? Wie anstrengend war es, wie viel Geld hatten sie, wie sehr waren alle beteiligt,</v> abgesehen von den klassischen Namen?</v>
Arno
00:20:32
Arno: Das ist ja eigentlich auch so, was man auch Parallele, vielleicht auch zu sehr Luden zu unserem Projekt auch sagen kann,</v> dass auch vieles von diesen Erinnerungen mittlerweile vielleicht auch verschütt gegangen ist.</v> Vielleicht in dem Fall weniger bei den leitenden Personen, weil die es schon tausendmal erzählt haben.</v>
Eugen
00:20:53
Eugen: Das ist ja eine andere.</v>
Arno
00:20:54
Arno: Anekdotisch eben und verklärt. Aber es wäre auch mal interessant, eben diese 80 anderen Mitarbeiterinnen zu</v> interviewen.</v>
Eugen
00:21:06
Eugen: 80 trifft sogar ganz gut, weil wenn man kennt, ist Ron Gilbert, Dave Grossman und Tim Schäfer,</v> die waren so ein bisschen das, äh, also das das Trio das geschrieben hat unter der Führung von Ron Gilbert.</v> Dann kennt man den Namen noch. Steve Purcell, der vor allem berühmt dafür wurde,</v> dass es Sam und Max kreiert hat, also der die Hintergrundzeichnung gemacht hat,</v> dann hin und wieder noch in Interviews findet man Jetzt muss ich nur kurz nachschauen, genau, der Marc Ferrari, der Grafiker war und dann</v> manchmal noch wird die Ariel Harrison genannt und das war es aber schon an den Leuten, die namentlich genannt werden und es lässt sich</v> sehr schwer einschätzen. Wie war der Rest wirklich?</v> Nur Q und A oder Betatesterinnen? Ähm.</v> Und was du gesagt hast. Die Gefahr ist natürlich auch wenn.</v> Wenn man eine Geschichte neu erzählt, dann überschreibt man auch die eigene Erinnerung jedes Mal.</v> Das habe ich leidvoll auch mal gemerkt.</v> Also in meinem Fall war es, dass ich geschrieben habe über Call of Duty World war zwei,</v> das ich öfters gespielt habe, aber dann habe ich immer wieder darüber geschrieben und einmal habe ich mir plötzlich</v> eingebildet, in der Szene im Abspann macht man die Fotos selbst und in Wirklichkeit macht die Ein NPC macht die Fotos.</v> Und ich war überzeugt davon, dass es so war. Bis ich mir das Spiel angeschaut habe. Jetzt habe ich irgendwo ein Errata</v> aufschreiben müssen, weil ein Paper habe ich tatsächlich jetzt falsch drinnen stehen. Nicht aus, weil ich es mir nie angeschaut hätte, sondern</v> weil ich einfach mir mein Hirn hat die Erinnerung überschrieben.</v> Und seitdem bin ich noch vorsichtiger.</v> Also wenn das so lange her ist und du so oft das erzählt hast, dann bist du natürlich davon überzeugt,</v> dass du die Wahrheit sagst. Aber das kann durchaus schon recht weit weg sein von vom,</v> vom vom Ursprung der Geschichte.</v>
Arno
00:22:39
Arno: Und das ist ja dann auch interessant, dass dann solche Verfremdungen nenne ich es jetzt mal auch zum Beispiel dann irgendwann auch ins</v> kollektive Gedächtnis mit aufgenommen werden.</v>
Eugen
00:22:51
Eugen: Warte, ich habe jetzt geschaut mal bei den Verkaufszahlen. Ja, weil ich würde weiterspielen, denn ich spiele selbst. Gehe ich jetzt nicht zu</v> sehr ein. Das kann man nachlesen. Verkaufszahlen.</v> Was hat sich davon? Also ich weiß, Töne, die ich gefunden habe, ist das eine,</v> Ist eben, dass es nie annähernd so erfolgreich war wie das Spiele von Sierra,</v> sagte Ron Gilbert, dass es erfolgreich war, aber nie so erfolgreich.</v> Ähm, ich glaube, der Tim Schäfer hat dann einmal erzählt, dass sie schon glücklich waren,</v> wenn sie mehr als 100.000 Spiele verkauft haben, was jetzt auch nicht so die.</v>
Arno
00:23:21
Arno: Zahl.</v>
Eugen
00:23:22
Eugen: Ist. Allgemein. Ja, und auch im Playboy Interview, das war eine interessante Quelle.</v> Hat er zum Beispiel behauptet, dass ich Monkey Island zwei überhaupt nur 25.000 Mal weltweit verkauft hat?</v> Keine Ahnung. Es ist. Das wäre wenig gemessen daran, wie viele Leute das Spiel gespielt haben.</v>
Arno
00:23:39
Arno: Playboy ist ja zu der Zeit auch eine interessante Quelle, weil die ja auch.</v> Ich weiß nicht, ob Sie das immer noch machen.</v>
Eugen
00:23:44
Eugen: Ich Ich kaufte Playboy für die Interviews.</v> Hast du gesagt.</v>
Arno
00:23:47
Arno: Die. Ja, aber die hatten ja schon versucht.</v> Immer so eine in jeder aus. Also ich habe sie nie wirklich gelesen.</v> Aber es ist mir jetzt schon öfter über den Weg gelaufen, dass sie versucht haben,</v> so ein, so ein ernsthaftes Segment zu haben, wo sie dann Leute interviewen und aus dem Kulturbereich oder sonst woher.</v> Das ist schon interessant, dass man versucht hat, diesem Anrüchigen etwas Seriöses entgegenzusetzen.</v> Aber das wäre jetzt noch mal eine komplett eigene Forschung.</v>
Eugen
00:24:19
Eugen: Ja, das wäre auch was Eigenes. Aber das stimmt schon.</v> Sie waren sogar berühmt für die Interviews. Ich glaube, wenn ich mich nicht ganz irre,</v> glaube ich gab sogar ein Interview mit Fidel Castro oder so. Also es war. Die Interviews waren also irgendwie fast losgelöst von den Centavos</v> waren. Nein, und du hast vollkommen recht. Und Nobelpreisträger waren da drinnen und hätte es jetzt geändert.</v> Aber wahrscheinlich waren nicht sehr viele Nobelpreisträger innen drinnen. Aber das war.</v> Das war durchaus sehr spannend. Trotzdem die Playboys, die ich damals gekauft habe, angeblich um Englisch zu lernen. In den 90er</v> Jahren, da habe ich die Interviews nicht gelesen, muss ich sagen, jetzt. Jetzt hole ich die Interviews nach.</v>
Arno
00:24:54
Arno: Ja, ja, genau. Also zum Inhalt des Spiels braucht man wahrscheinlich nicht wirklich viel zu sagen.</v> Aber was du auch gemacht hast und was natürlich auch so ein bisschen Teil der HGP Methode ist,</v> die du angewandt hast, ist diese Suche nach Ideologemen und Mythemen, also nach.</v> Politischen Ideen, die irgendwie als Diskurs, visuell oder als Text oder als gesprochenes</v> Wort in diesem Spiel irgendwie stattfinden.</v> Was hast du denn da gefunden.</v>
Eugen
00:25:30
Eugen: Mehr als jetzt im Text drin ist, weil da habe ich dann auch rausgelöscht.</v> Also ich bin. Zum einen bin ich dem dem populärkulturellen Bild des Piraten nachgegangen,</v> weil das hatte ich auch schon vorher gemacht und da ist finde ich Secret of Monkey besonders interessant,</v> weil es ja eine Satire ist oder Persiflage.</v> Da findet man immer besonders gut den Kern einer einer populärkulturellen Figur.</v> Das habe ich aber jetzt rausgegeben, weil das habe ich auch in anderen Texten drinnen. Aber was geblieben ist,</v> ist die Erfindung des Teenagers, heißt dieses Unterkapitel, das auch sehr kurz ist.</v> Das ist ja ein Thema, das Mich würde mich noch mehr interessieren, weil Guybrush Threepwood,</v> der Protagonist weniger am Modell eines Piraten gemodelt ist, sondern vielmehr ein Prototyp eines Teenagers ist,</v> mit dem immer wieder ein bisschen. Rebellische Antworten geben, sich über alles lustig,</v> machen zugleich total total unsicher sein über die eigene Identität Und dann habe ich mich ein bisschen eingelesen.</v> Also viel Zeit hatte ich eh nicht, aber in die Forschung zu Teenager, der der Teenager,</v> die Teenagerin sind ja eine Erfindung des 20.</v> Jahrhunderts. Diese Altersklasse gab es vorher nicht.</v> Das kam erst auch mit der Nachkriegszeit, dass der, dass man nicht mehr einfach ein Kind ist und dann plötzlich erwachsen,</v> sondern dass da diese Übergangsphase plötzlich Sinn macht.</v> Ich meine, ich glaube, entstanden ist der Begriff, weil es fürs Marketing interessant wurden.</v> Teenager. Also es war diese Zeit nicht mehr ganz Kind, aber noch nicht erwachsen,</v> aber schon konsumkräftig. Und dann hat es die Figur halt auch immer mehr in die Populärkultur geschaffen und geschaffen und geschafft.</v> Und hier haben wir den Prototypen. Also Guybrush Threepwood ist ja ein riesiger Egoist.</v> Also er ist ja wirklich schon, hat so einen kindlichen Egoismus, gepaart mit einer übertriebenen</v> Selbstwahrnehmung als als Held und zugleich aber auch ängstlich und unsicher.</v> Und das ist schon ein bisschen der Kern des Ganzen.</v> Also ähm, was man da also sicher über die Spiele hinweg liest man da immer wieder Freunde zurück auf Inseln zum Beispiel</v> und fragt sich auch nicht wirklich, was jetzt passiert ist. Also er übernimmt die Verantwortung für andere Menschen, äh,</v> schon für sich selbst nur wenig und stolpert so ein bisschen durch die Zeit.</v> Was ich auch gemerkt habe, dass das finde ich beim ersten Teil noch ganz gut funktioniert.</v> Wo, ähm, das war meine einzige Interaktion mit Ron Gilbert, die irgendwie,</v> glaube ich, auf Mastodon habe ich herumgefragt Wie alt ist Guybrush Threepwood im ersten Teil eigentlich?</v> Ich glaube, im zweiten Teil ist er dann nämlich 21 oder 20 und daraus kann man extrapolieren,</v> dass er halt tatsächlich ein Teenager ist.</v> Also noch in den Teens im ersten Teil.</v> Und da hat er geantwortet Ja, müsste ich jetzt schauen, welches Alter so etwas zwischen 16 und 18 ist.</v> Im ersten Teil so muss im zweiten jünger sein.</v> Müsste ich jetzt wieder nachschauen, also was der ist. Aber im ersten Teil ist er definitiv ein Teenager und da ist er auch nicht</v> der einzige dieser Figur. Walter Da kommen jetzt die 80er Jahre wieder rein,</v> weil das erinnert mich ganz arg an die Jugs.</v> Ich weiß nicht, wie er sich ausspricht. Ja, die Filme wie wie Ferris Bueller Day off zum Beispiel.</v> Also da hat man ganz oft plötzlich in der Populärkultur die Figur dieses Teenagers,</v> den ja auch alle lustig finden, aber der immer ein bisschen verantwortungslos ist und auch gerne nicht über Leichen geht,</v> aber Kollateralschäden bei seinen Freunden und Freundinnen, wie es Guybrush auch tut und was ich finde.</v> Tschuldigung. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Im ersten Teil geht das noch ganz gut und im zweiten, aber ich finde mit jedem weiteren Teil</v> und da können wir jetzt nicht so lange drüber reden, wird es immer ein bisschen unangenehmer,</v> dass er sich in keinster Weise weiterentwickelt hat. Also ich denke da an das Return to Monkey Island,</v> das er erst vor kurzem rauskam. Also jetzt vor kurzem mein ich wahrscheinlich fünf Jahre oder so,</v> wo ein Erwachsener ist, eigene Kinder hat, aber emotional noch immer auf dem Niveau eines Teenagers ist.</v> Also das hat mich wirklich verstört. Da ging mir furchtbar auf die Nerven.</v>
Arno
00:29:36
Arno: Ja, total spannend. Ich muss musste auch ein bisschen dran denken, dass es auch so Anfang der 90er so ein bisschen die Hochzeit</v> der Movies war.</v>
Eugen
00:29:48
Eugen: Jetzt musst du mir weiterhelfen. Was ist ein Movie?</v>
Arno
00:29:52
Arno: Also es hat eigentlich ja schon ein 80er angefangen.</v> Diese Zucker Abrahams Zuckerfilme. Nackte Kanone, unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug,</v> Hot Shots, dann später usw und ich würde auch zum Beispiel Wayne's World dazuzählen und andere Geschichten,</v> die eben ein bekanntes Genre aufgreifen und dann das satirisch.</v> Ähm, ja, ein bisschen durch den Kakao ziehen.</v> Also gerade bei Hot Shots und Nackte Kanone ist das ja so und ich habe den Eindruck,</v> musste die ganze Zeit während der Lektüre gestern daran denken, dass das eigentlich das spielerische Äquivalent genau dazu ist.</v> Und es ist auch total gut in die Zeit und auch in diesen Humor dieser Zeit passt.</v> Und ich könnte mir auch vorstellen, dass es vielleicht auch mal Gespräche gab,</v> zum Beispiel, dass man diese diese Spiele irgendwie verfilmt.</v> Weißt du da irgendwas?</v>
Eugen
00:30:52
Eugen: Nichts, was ich mir gemerkt hätte. Also ja, ich glaube, das Internet ist auch voll mit Fan Drehbüchern und Überlegungen.</v> Und es gab, also da müsste man schon ein Buch von dem Verteidigungsminister Ist das wirklich drinnen? Ähm,</v> ich glaube, es gab Schritte, die mehr oder weniger weit gediehen waren in diese Richtung.</v> Ich meine, es gibt ja, es gibt ja das Theaterstück, das glaube ich irgendwo in Deutschland aufgeführt wurde,</v> dazu auch Stimmt.</v>
Arno
00:31:18
Arno: Ja.</v>
Eugen
00:31:18
Eugen: Ich weiß nie, wie das mit den Rechten da gehandhabt wird, aber da gab es immer wieder Versuche.</v> Ich weiß aber nicht, wie gut es funktionieren würde, ehrlich gesagt, weil ich glaube, dass das Für nicht interaktive Erzählung,</v> glaube ich, trägt dann der Humor zu wenig, weil er wirklich sehr spezifisch halt auf die auf ein Computerspiel und auf ein Adventure ausgelegt</v> ist.</v>
Arno
00:31:39
Arno: Und eben also im Kontext mit diesen Spot Movies.</v> Es ist halt schon sehr einen Anfang 90er Humor.</v> Ich weiß, ehrlich gesagt kann ich nicht genau sagen, warum ich das denke, aber ich glaube,</v> es liegt auch daran, dass ich so von der Sozialisation her in dieser Zeit als Generation Mensch noch</v> da ja angesiedelt bin. Auch was mein Humorzentrum angeht.</v> Und ich bin mir aber fast sicher, dass so ein Spiel heute in der Form auch gar nicht mehr funktionieren würde,</v> eben weil Humor so zeitkontextualisiert immer nur funktioniert.</v>
Eugen
00:32:16
Eugen: Ja, also ich habe es auch gemerkt beim Videospielen, es ist es funktioniert ganz gut,</v> weil er recht zeitlos ist, der Humor.</v> Es gab da andere Spiele, wo das weniger ist. Also er bezieht sich sehr selten direkt auf was ja schon bei einigen dieser</v> Spoof Movies war, auf Filme, die gerade populär waren.</v> Also es sind wenige direkte populärkulturelle Zitate sind mehr allgemeine Scherze,</v> sind mehr so Figuren, die wiederkommen, aber die man auch sehr gut versteht,</v> ohne dass man jetzt genau diesen Film gesehen hat.</v> Da gibt es ja auch eine, finde ich da eine Hierarchie, bei der es bei den beiden Filmen während,</v> finde ich Die nackte Kanone recht gut funktioniert, weil sie auch sehr selten direkt sich auf Leute bezieht.</v> Also wenn halt Weird al Yankovic vorkommt oder Gorbatschow waren es dann andere gab wie ähm,</v> das war das Loaded Weapon war so eine Satire auf Level Weapon, das dann gar nicht mehr funktioniert hat,</v> weil es einfach nur so diese direkten Holzhammerzitate übernommen hat.</v> Also da funktioniert eigentlich alles recht zeitlos. Muss ich sagen, dass das funktioniert. Es ist die Frage, ob man</v> diesen Teenagerhumor an sich jetzt lustig findet oder nicht.</v> Aber im ersten ist es auch noch so, noch nicht so überzeichnet alles.</v> Das wird dann auch. Im Laufe der Reihe wird es immer überzeichnet und auch immer fantastischer und im ersten ist es noch sehr reduziert.</v> Deswegen glaube ich.</v>
Arno
00:33:40
Arno: Das ist ja bei Fortsetzungs artefakten gerne mal der Fall, dass immer weiter zugespitzt wird.</v>
Eugen
00:33:47
Eugen: Und irgendwann muss man den Kram, dann ist es einfach hard work.</v>
Arno
00:33:53
Arno: Die harte Arbeit ist an dem Punkt beendet, weil wir sprechen eigentlich auch schon sehr viel über was wir gerne schauen und was wir mögen.</v> Und da würde ich dich gleich in den in unsere Softworks Lounge bitten und fragen Was hast du denn</v> in letzter Zeit so gespielt und gelesen oder was gesehen?</v> Ist das dritte.</v>
Eugen
00:34:18
Eugen: Aber dann red ja schon wieder ich. Dann mache ich es kurz, damit du ein bisschen mehr zu Wort kommst.</v>
Arno
00:34:23
Arno: Nein, nein, nein. Ich höre dir gern.</v>
Eugen
00:34:25
Eugen: Bist du zufrieden? Ja. Ja. Ähm. Womit fange ich an?</v> Also gespielt oder was ich gerade spiele?</v> Mit meinem älteren Sohn gemeinsam. Was ein großer Spaß ist, ist ein.</v>
Arno
00:34:38
Arno: Furchtbar.</v>
Eugen
00:34:39
Eugen: Teenie Slasher Horrorspiel von Supermassive Games also, die man von Until Dawn kennt.</v> Oder den Dark Pick Pick Pick ups, die ich auch.</v> Da habe ich auch den letzten Teil The Devil in Me vor einem Monat beendet.</v> Aber allein. Und ich habe eine große Freude damit.</v> Es ist, äh, also ich weiß nicht, dass es das ist, als ob es auf mich zugeschnitten wäre.</v> Diese Art von Spielen, wo man also spielmechanisch muss man nur zwei Sachen machen.</v> Man muss ein bisschen überlegen, welche Auswirkungen eine Entscheidung hat.</v> Dann gibt es halt Quick Time Events, die ich versuche, einfach nur zu überstehen und dann ist so ein geringer Exploration Teil auch wo</v> man versucht das Maximum an Hinweisen und Cloos zu finden, damit die Geschichte auch wirklich Sinn macht.</v> Das ist das, was mir eigentlich am meisten Spaß macht, weil es auch so eine kluge Art hat,</v> dass einzelne Hinweise, die man dann in so einer Art Datenbank hat, wenn man andere passende Hinweise dazu findet,</v> ergänzt werden, dann werden sie in Kontext gesetzt und das liebe ich.</v> Das habe ich auch mal drin gehabt, weil das ist quasi die Arbeit von Historikerinnen,</v> die sie da übernehmen. Also einfach Quellen in Kontext setzen, kritisch hinterfragen und dann versuchen zu rekonstruieren,</v> was passiert ist. Und das machen wenig andere Spiele so elegant wie wie die Reihe.</v> Und dann gibt es halt Aliens und Hexen und Werwölfe und Wendigos und ich weiß nicht was.</v>
Arno
00:35:59
Arno: Also ein wilder, aber intelligenter Ritt durch die Kultur, kann man sagen.</v>
Eugen
00:36:05
Eugen: Ich habe jetzt alle Spiele zusammengemischt. Also Curry ist irgendwie. Nochmal reduzierter als die Dark Pictures irgendwie,</v> aber läuft sehr flüssig. Es bietet sich halt wirklich zum gemeinsamen Spielen an.</v> Wobei man einfach den Controller weitergibt, weil eine andere Figur kommt und das ist dann schon zu zweit nochmal lustiger,</v> weil dann dein Partner deiner Partnerin hin und wieder Entscheidungen trifft,</v> die du nicht gemacht hättest. Und dann brauchst du dir die Haare.</v> Manchmal waren es auch tatsächlich die klügeren Entscheidungen als die, die ich gefällt hätte. Und das,</v> das macht uns gerade eine große Freude.</v>
Arno
00:36:44
Arno: Ich habe es mal irgendwann angefangen allein zu spielen und habe es aber relativ schnell zur Seite gelegt.</v> Ich weiß nicht genau warum. Vielleicht weil es so arg stereotyp verhaftet ist und ist natürlich wie bei jedem Spiel</v> so ist. Also es hängt immer gerade vom Zeitpunkt ab, an dem man selber etwas spielt und dann passt es manchmal und manchmal passt es eben nicht.</v>
Eugen
00:37:09
Eugen: Das kenne ich wiederum sehr gut. Also Horror geht auch manchmal gut und manchmal gar nicht bei mir.</v> Und im Augenblick geht es ganz gut.</v>
Arno
00:37:16
Arno: Ich glaube auch, dass dieses Zu zweit spielen einfach noch mal sehr, sehr viel mit einem macht.</v>
Eugen
00:37:21
Eugen: Das habe ich aber auch so gern. Ich meine, ich habe schon früher immer sehr gern Couch Koop mit mit Freunden gespielt.</v> Also es war überhaupt meine Sozialisierung. Ich habe schon die allerersten Spiele am Amiga und PC am liebsten gemeinsam mit Freunden gespielt.</v> Was hast du denn gespielt in letzter Zeit?</v>
Arno
00:37:38
Arno: Ich wollte gerade sagen, ich spiele gerade allein.</v> Ich spiele so wie alle fünf oder sechs Jahre.</v> Mal kriege ich immer einen Rappel und spiele dann tatsächlich die aktuelle Version von NBA.</v> Okay, also gerade NBA zwei K 26, cool.</v>
Eugen
00:37:58
Eugen: Und damit hätte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet.</v> Ich dachte mir, das ist die neueste Version von Zivilisation oder von SimCity,</v> oder? Nein. Okay, es.</v>
Arno
00:38:07
Arno: Ist dann also dann auch immer die Einzelspielerkampagne.</v> Also ich hasse diese Multiplayer Elemente daran.</v> Und es ist tatsächlich auch aus einer kulturwissenschaftlichen Ebene sehr,</v> sehr interessant. Ich überlege schon, ob ich mal irgendwie irgendwann meine Gedanken dazu irgendwie zusammen.</v>
Eugen
00:38:28
Eugen: Ja, solltest.</v>
Arno
00:38:29
Arno: Du.</v>
Eugen
00:38:29
Eugen: Schreib doch auch mal so was wie eine Autolotografie. Kurz Kurzessay mit Gedanken.</v> Also ich wäre jetzt neugierig, was du was du da für Gedanken hattest.</v>
Arno
00:38:37
Arno: Also es ist schon so, dass es ein. Ekliges Konglomerat neoliberaler Ideologien</v> irgendwo auch ist. Also nicht nur was so Microtransactions und so einen Kram angeht,</v> sondern auch diese, diese Konstruktion, dieses Narrativs vom kleinen Spieler,</v> der irgendwo, ich weiß nicht mehr in welchem Bundesstaat der USA der dann sitzt,</v> ich glaube so Colorado oder sowas, also sowas ganz außen.</v> Und der sich dann eben an die Spitze der NBA spielt und MVP, also most valuable Player und so wird.</v> Und es geht dann sehr, sehr viel um Geld machen und die Präsentation</v> eines Images nach außen und solche Geschichten.</v> Also das ist eine Sache, die, über die man viel schreiben könnte und über die vielleicht auch schon viel geschrieben wurde,</v> weil es so offensichtlich ist. Was ich aber auch total kurios finde und auch mal vielleicht irgendwie zusammenfassen wollte.</v> Zumindest ein paar Seiten ist diese völlig merkwürdige Konstruktion des Publikums,</v> also diese Animationen, die man da sieht, die Zwischensequenzen in den Pausen.</v> Und so weiter und so fort. Das ist alles sehr weird, wenn man sich das mal im Detail anschaut.</v> Ich muss mir mal eine Methode überlegen, wie man das einfangen kann.</v>
Eugen
00:40:13
Eugen: Aber gib mir mal einen Vorinstanz. Was?</v> Was machen sie?</v>
Arno
00:40:17
Arno: Also die Animationen an sich, die sind schon mal sehr gestelzt.</v> Das ist immer so wunderschön, wenn da ein Spiel verloren geht und die sich dann ärgern.</v> Und es wirkt eben so, als würden 30.000 Handpuppen.</v> Äh. Ja, das auf eine sehr stereotype wiederum Art tun.</v> Und dann wird man sieht ja dann immer nur die Haare.</v>
Eugen
00:40:45
Eugen: Raufen und sowas.</v>
Arno
00:40:46
Arno: Ja, genau. Und lustigerweise auch wenn so ein Spiel verloren geht, ist dann immer kurz vor Spielende sind die Hallen dann leer.</v> Das finde ich dann zum Beispiel auch sehr schön und es gibt dann aber auch Pausensequenzen,</v> in denen dann das gibt es ja auch in den deutschen Spielen beispielsweise,</v> dass dann Publikum, ja, Zuschauer auf das Spielfeld gerufen werden.</v> Die sollen dann versuchen, von der Mittellinie aus den Korb zu treffen und dann gewinnen sie halt was.</v> Also Geld in dem Fall Gott.</v>
Eugen
00:41:20
Eugen: Und das muss man sich auch anschauen bei dem Spiel mittlerweile der schlimmste Teil.</v>
Arno
00:41:23
Arno: Das muss man sich zum Teil bis zu einem bestimmten Teil anschauen.</v> Man wird wirklich dazu gezwungen und es ist schon interessant, weil sie dann meistens,</v> also wie die Leute sich dann da geben, also dieses sehr amerikanische Publikum aufpeitschen</v> oder merkwürdige Bewegungen machen, mit denen man sich dann da präsentiert und dann wird geworfen und dann wird daneben geworfen und</v> sich darüber geärgert oder es wird getroffen und es wird sich dann gefreut und so und das ist alles sehr kulturell markiert,</v> kann man sagen, es ist sehr, sehr amerikanisch.</v> Und genau diesen Zusammenhang fände ich mal spannend nachzuschauen.</v> Was macht es denn so amerikanisch?</v>
Eugen
00:42:09
Eugen: Okay? Ja. Schreib was. Ich würde es lesen.</v> Sofort.</v>
Arno
00:42:13
Arno: Also. Und ich meine, das ist halt. Und da sind wir vielleicht auch ein bisschen bei den Anträgen,</v> die wir gerade schreiben. Es ist auf der anderen Ebene eben sehr casual Game artig.</v> Also dieses Runterspielen sehr. Also ich spiele es natürlich auf der einfachsten Ebene.</v> Es ist sehr casual in dem Sinne, dass man es nebenbei machen kann und man kann auch Spiele skippen,</v> wenn man keine Lust hat, dauernd das nächste Spiel in so einer Season zu spielen.</v> Also es sind ja glaube ich in der NBA über 70 Spiele in einer Saison, die da gespielt werden,</v> was ja tatsächlich auch eine Wahnsinnsleistung ist.</v> Muss man auch mal sagen als Sportler.</v> Mehrere Spiele in der Woche zu bestreiten und dann die Trainings und so und das sollte man im Spiel ja auch möglichst tun.</v> Aber alles ist dann rückgekoppelt, natürlich ans Geld verdienen und so, also ja auf dieser Ebene spannender als ich es</v> erwartet hatte. Aber an sich natürlich eine schreckliche Franchise, die ich aber auch in fünf Jahren dann wieder mit Liebe spielen würde.</v> Genau das habe ich gespielt gesehen. Was hast du denn gesehen?</v>
Eugen
00:43:31
Eugen: Was habe ich alles gesehen? Ich muss mich dann auch immer. Jetzt haben wir uns ja gut.</v> Ich werde nicht alles zusammenfassen können, seitdem wir uns das letzte Mal hier getroffen haben. Ja.</v>
Arno
00:43:38
Arno: Sag mal, was hast du zuletzt gesehen?</v>
Eugen
00:43:40
Eugen: Ähm, Zuletzt gesehen? Also, jetzt gerade schauen wir Low Down, was mir sehr gut gefällt.</v> Und davor die letzte Staffel von Bridgerton.</v> Die vierte, glaube ich mittlerweile. Hast du es gesehen?</v> Bridlington?</v>
Arno
00:43:55
Arno: Noch nie. Ich mag solche Historiendinger nicht so gerne.</v>
Eugen
00:43:59
Eugen: Ich weiß nicht, ob Historiending die richtige Bezeichnung ist.</v> Dafür ist es.</v>
Arno
00:44:04
Arno: Ja. Es ist halt schon sehr postmodern von dem, was ich gehört habe.</v>
Eugen
00:44:06
Eugen: Ja, ja, das ist es, Was? Fast das ein bisschen zeitlos.</v> Wobei, dieser Dekor gehört dazu. Ja, es ist.</v> Es macht das, was es will, eigentlich recht gut.</v> Es hebt sich nie auf eine höhere intellektuelle Ebene oder versucht es, aber manchmal.</v> Also ich war dann doch gut unterhalten.</v>
Arno
00:44:27
Arno: Was so ein bisschen in dieses was du mir mal erzählt hast, was du auch glaube ich gesehen hast,</v> hieß das The Great oder so ähnlich?</v>
Eugen
00:44:34
Eugen: Das würde ich jetzt nicht unbedingt vergleichen. Also great ist ja eher Satire und beißend und sehr politisch.</v> Und bei Brighton bemühen sich irrsinnig, nicht politisch zu sein, abgesehen von der politischen Korrektheit,</v> dass sie halt möglichst alle möglichst inklusiv sind.</v> Also es ist immer schon hautfarben, war so, dass sie halt historisch alle Hautfarben vertreten sehen wollen.</v> Auch dieses Mal wieder. Ähm, also innerhalb der Familie wird von von.</v> Ursprünglich vermutlich aus Asien stämmigen Schauspielerinnen dargestellt.</v> Dann merkt man auch, dass auch äh, wie heißt das?</v> Ähm, also versehrte mehr dargestellt wurden.</v> Ich glaube, es kam schon Rollstühle auch vor.</v> Diesmal haben wir eine vergleichsweise zentrale Nebenfigur mit einer, ähm,</v> ich nehme an amputierten Hand, wo aber wo das Ganze so nebensächlich und nebenbei Teil des Ganzen ist,</v> was ich gut finde. Also das ist einfach.</v> Es fällt. Es ist nicht der Holzhammer, sondern es ist einfach eine neue Art von Normalität, die versucht wird darzustellen.</v> Aber sonst politisch. Also das Ding ist ja, in dieser Staffel ging es jetzt mehr um die Mägde und Knechte,</v> also um die Dienstboten. Ja, äh.</v>
Arno
00:45:51
Arno: Und der Sozialismus hält Einzug.</v>
Speaker 4
00:45:54
Speaker 4: Ja, sehr vorsichtig.</v>
Eugen
00:45:56
Eugen: Weil wir haben dann schon sehr, sehr nette Herrschaften, und da haben wir mehr dieses das patriarchale</v> Caritas Motiv, dass die also die Briten sind zum Beispiel so nice zu ihren.</v> Schlag mich tot Wie vielen Angestellten. Das treibt mich ja schon in den Wahnsinn, wie viel Angestellte die überhaupt haben. Also in</v> der Küche tut es.</v>
Arno
00:46:13
Arno: Ja auch ein bisschen weh, so eine Serie zu gucken.</v> Also ich.</v>
Eugen
00:46:16
Eugen: Ja doch. Also das hat anfangs durchaus weh getan zu sehen, dieses, äh, diese Nonchalance oder diese Selbstverständlichkeit,</v> mit der da getrennt wird zwischen der Herrschaft, die und das müssen wir bedenken,</v> die machen ja nichts. Also wenn du Glück hast, gibt es den einen in der Familie,</v> der sich zumindest um die Güterverwaltung kümmert.</v> Aber die sind ja unproduktiv, wie es nur geht.</v> Die sind ja nicht mal beim Militär, Offiziere oder im Klerus irgendetwas, sondern die sitzen herum in ihren Clubs,</v> trinken, äh und machen nichts, also wirklich gar nichts.</v> Ich habe bei den ersten Folgen hatte ich eine Lust zu sehen, was passieren würde,</v> wenn da jetzt die zeitgleich stattgefunden habende Französische Revolution auch in Großbritannien stattfinden würde.</v> Manchmal hätten sie es durchaus verdient, Aber in der Serie gibt es halt die guten Herrschaften,</v> die Brittens, die sind total lieb, auch zu ihren Angestellten und da dürfen wir auch manchmal halt Mägde im Gästezimmer übernachten wie</v> jetzt und dürfen sogar am Ende heiraten einen der Söhne.</v> Wobei es dann schon sehr wichtig ist, dass es trotzdem das Radl funktioniert und sie sehr brav die immer neuen Dinge und ich weiß nicht</v> was servieren. Allein dieser Überfluss hat mich auch wirklich in den Wahnsinn getrieben.</v> Dieser Überfluss an Essen, der da gezeigt wird, wenn man halt ungefähr weiß,</v> wie es ArbeiterInnenfamilien damals in der Zeit ging, weil doch, da hat die Industrialisierung schon stattgefunden,</v> also da gab es ganz arge Armut. Ich nehme an, so eine Stunde.</v> Also es ist halt, es ist Popcornserie, es macht schon Spaß und es ist alles ein bisschen vorhersehbar,</v> aber ich weiß nicht, manchmal mag ich dieses Schnulze mit den Oh nein, sie wird doch nicht.</v> Und dann Natürlich wird sie. Und dann.</v> Hach, und was machen sie jetzt? Das ist zugleich.</v> Fühlst du dich wohl, Weil du weißt, es wird gut ausgehen. Diese Staffel hat ja auch noch das Besondere, dass es eine. Umsetzung von</v> von Cinderella ist, also von Aschenputtel, dass man die Protagonistin hat zwei böse oder eine Böse und eine Stiefschwester,</v> eine böse Stiefmutter und und geht auch noch verkleidet auf den Ball am Anfang.</v> Also da haben wir das alles. Das muss ich sagen, ist nicht so cringey, wie es sich anhört.</v> Das hat schon die Autorin, die Queen, anscheinend ganz gut umgesetzt.</v> Also ich hatte Lust, das weiter anzuschauen.</v> Die meiste Zeit. Und diesmal den einen Protagonisten.</v> Benedict. Das ist einer meiner Lieblinge, weil er so ein bisschen Anti Establishment war.</v>
Arno
00:48:43
Arno: Zumindest ja, aber wahrscheinlich insgesamt britisch britisch can be, oder?</v>
Eugen
00:48:49
Eugen: Ja, ich weiß, es ist ist es so richtig britisch?</v> Das ist so was halt die Populärkultur als britisch definiert.</v>
Arno
00:48:57
Arno: Ja, ja, genau das meine ich auch damit.</v> Ja, Und das andere war. Low down.</v>
Eugen
00:49:03
Eugen: Low down ist dann, dass es ganz, ganz großer Spaß, eine Serie, ich glaube auch vom Vomn von Hawk und seiner Frau</v> produziert. Hat was Film Noir Eskes an sich?</v> Es geht um einen investigativen Journalisten in Tulsa, Oklahoma, der der, äh,</v> also der einen einen Aufdecker Artikel über die Familie des angehenden Gouverneurs geschrieben hat,</v> worauf sich hin sich also nicht direkt daraufhin aber im Nachzug hat sich ein der Bruder des angehenden Gouverneurs umgebracht.</v> Dann sind auch noch Neonazis oder naja oder zumindest Rechtsextreme involviert.</v> Und es geht auch viel um die indigene Bevölkerung und wie gegen deren Privilegien gekämpft wird vom Establishment dort.</v> Also es geht sehr viel um Korruption und der Ethan Hawke torkelt da ein bisschen.</v> Wirklich ein wunderschöner Film Noir Manier durch, wird öfter verprügelt.</v> Also die Hälfte der Zeit sieht sein Gesicht wirklich nicht gut aus.</v> Ich glaube, er hat eine große Freude daran.</v> Ähm, die. Der Cast ist auch sehr, sehr gut.</v> Also der. Der angehende Gouverneur ist der Cal MacLachlan. Und jetzt war gerade eine Folge, wo der.</v> Namen vergessen. Der Schauspieler von Gott.</v> Aber einer der der Schauspieler aus Game of Thrones.</v> Aber ich habe jetzt sogar den Namen vergessen. Kann ich jetzt kurz mal nachschauen, ob ich das noch finde?</v> Und wir spielen alle sehr gut und man merkt irgendwie, auch wenn sie nie mit der vierten Wand brechen,</v> dass sie alle, glaube ich, ein ziemlicher Spaß dabei hatten, das zu filmen.</v>
Arno
00:50:38
Arno: Finde man eh immer überraschend, wie sehr man merkt, wie viel Spaß so eine Produktion gemacht hat oder nicht.</v> Und dann werde ich vielleicht, wenn ich irgendwann das sind.</v>
Eugen
00:50:48
Eugen: Doch nur glaube ich, acht Folgen zu jeder Stunde. Das hat man.</v>
Arno
00:50:51
Arno: Glaube ich, gesagt, das war vorhin gesagt, das war bei Disney.</v> Ich muss mal gucken, wenn ich mal wieder Disney für einen Monat oder so abonniere.</v>
Eugen
00:50:59
Eugen: Dann macht das. Das geht sich jetzt schneller aus.</v> Ja.</v>
Arno
00:51:02
Arno: Ja.</v>
Eugen
00:51:03
Eugen: Es ist bei Hulu und Hulu ist ja jetzt bei Disney dabei.</v> Das habe ich noch nicht ganz durchschaut, diese Logik.</v>
Arno
00:51:08
Arno: Aber ja, diese Konzernkonglomerate. Das ist ja im Moment eine eigene Geschichte.</v> Wieder spannende Geschichte auch. Ja, ich habe auch was gesehen.</v> Und das eine ist, mich trägt es ja auch alle paar Wochen oder Monate immer wieder zu.</v> Wie soll man sagen romantischen Soap, Komödie, Komödien in Serien.</v> Ich ich habe jetzt in den letzten Wochen durch gepitcht ist das falsche Wort aber durch geschaut.</v> Ich glaube sechs oder sieben Staffeln der Serie A bei Netflix.</v>
Eugen
00:51:48
Eugen: Okay, sag mal wieder gar nichts.</v>
Arno
00:51:51
Arno: Ich bin auch nur zufällig drüber gestolpert, hatte eine Folge geguckt und bin dann irgendwie dran hängen geblieben.</v> Und zwar geht es um eine in den 40er Jahren, also 40er Lebensalter sich befindende</v> Frau, die sich von ihrem Mann scheiden lässt, in die Stadt, nach Brooklyn zieht,</v> keinen Job kriegt und dann behauptet, um diesen Job um einen Job zu bekommen.</v> Sie ist seit 27 oder 26.</v>
Eugen
00:52:21
Eugen: Doch das habe ich sogar irgendwann mal mitbekommen.</v> Stimmt.</v>
Arno
00:52:24
Arno: Und zwar im Publishing Business, also in einem großen Publisher Haus von Für Bücher.</v> Und eigentlich ist es eine riesige Soap.</v> Wo es darum geht, kommt sie jetzt mit dem 20 Jahre jüngeren heißen Tätowierer zusammen oder mit dem oder</v> mit dem gleichaltrigen heißen Pappbecher Chef.</v> Und die ganzen Komplikationen, die sich dann daraus ergeben.</v> Es ist ehrlich gesagt auf Dauer. Dadurch, dass ich alle wirklich durchgeschaut habe,</v> ist es langsam ein bisschen anstrengend.</v> Aber ich will es jetzt noch schnell zu Ende schauen.</v> Ich glaube, ich bin bei den letzten drei oder vier Folgen. Die fehlen mir jetzt noch.</v> Aber was ganz interessant ist, ist sowohl diese ganzen Identitätskonstruktionen,</v> Millennials, Generation, Ex usw und so fort.</v> Und dass das zu Beginn der Serie Die Millennials ja der der härteste Shit waren.</v> Aber zum Ende der Serie sind die halt schon wieder die Alten.</v> Und das finde ich zum Beispiel ganz interessant.</v> Und dann eben solche Sachen wie Frauen im Business, Wie werden die behandelt,</v> wie ist die Selbstwahrnehmung, Was sind auch etablierte Perspektiven auf Karriere in den USA?</v> Also dann die beste Freundin, die dann unbedingt Publisherin werden will und dafür auch über nicht Leichen,</v> aber dann doch Freundschaften geht und so.</v> Also es ist aus dieser Perspektive interessant, aber letztlich dann doch relativ oberflächlich.</v> Also eine ganz klassische romantische Sitcom, könnte man sagen.</v>
Eugen
00:54:10
Eugen: Gut, ich bin jetzt noch nicht überzeugt, aber es reicht.</v>
Arno
00:54:13
Arno: Ja, wenn man.</v>
Eugen
00:54:13
Eugen: Es zusammenfasst, finde ich.</v>
Arno
00:54:16
Arno: Ja, ja, das ist tatsächlich so ein Zuballern, wo man einfach nicht nachdenken muss.</v> Fand ich auch mal ganz angenehm.</v>
Eugen
00:54:23
Eugen: Du musst jetzt auch nicht unbedingt nachholen, muss ich sagen. Wir erzählen einander davon.</v>
Arno
00:54:28
Arno: Ich musste auch während deiner Erzählung ein bisschen daran denken, weil ich glaube, es ist gar nicht so weit davon weg,</v> nur eben auf einer anderen zeitlichen Ebene und vielleicht politisch etwas inkorrekt.</v> Also es geht überraschend viel gibt es, geht es um Sex und schmutzige Witze und.</v>
Eugen
00:54:48
Eugen: Um Sex geht es auch sehr viel. Das ist doch einer, der gerade dieses Thema ist.</v> Ganz zentral. Also, das haben Sie, muss ich auch sagen.</v> Das ist eigentlich auch immer hübsch umgesetzt. Es ist schon sehr schwülstige.</v> Also es ist zwar kein Weichzeichner, aber früher war das alles Weichzeichner gewesen. Ja,</v> was ich nicht aushalte, was ich wirklich. Ein Detail, das ich persönlich nicht mehr aushalte, ist, dass dieses das Haus von Bill Clintons.</v> Also abgesehen von allen politischen Fragen.</v> Durchgehend blühende Glyzinien auf sich hängen hat.</v> Also, es geht unter in einem. In einem Wall von Glyzinienblüten.</v> Und erstens bin ich kein Fan von Glyzinien, weil die riechen nicht gut meiner Meinung nach.</v> Das ist persönlich. Und zweitens, sie können nicht durchgehend blühen, aber sie blühen immer.</v> In jeder Staffel, in jeder Folge. Das treibt mich in den Wahnsinn.</v> Und das noch dazu. Symmetrie? Egal, Genug.</v>
Arno
00:55:38
Arno: Spielt es dann auch grundsätzlich auch immer nur was weiß ich im Sommer oder Frühling?</v>
Eugen
00:55:42
Eugen: Ja, wahrscheinlich schon. Ich glaube, das haben sie schon so ein bisschen erklärt. Das ist dann immer die Season. Keine Ahnung, wann die</v> ist, die wird halt im Frühling sein, wo dann alle Bälle sind.</v> Das passt dann eh von der Zeit her. Aber trotzdem, es vergehen manchmal Wochen,</v> keine Blüte bleibt bestehen. Aber kleines Detail abgesehen von viel zu viel an Personal und dem viel zu viel an Essen.</v> Also echt, das macht nichts. Egal.</v>
Arno
00:56:05
Arno: Diese Dekadenz halt.</v>
Eugen
00:56:07
Eugen: Sollen wir zu. Zu. Apropos Erotik. Zur Antragserotik weitergehen.</v>
Arno
00:56:13
Arno: Ja, ganz kurz noch. Ich habe gestern, weil ich gestern ganz frisch gesehen habe.</v> Ich habe einen Running Man angeschaut.</v>
Eugen
00:56:21
Eugen: Oh ja, Die.</v>
Arno
00:56:22
Arno: Verfilmung von Edgar Wright, bekannt durch.</v> Na, wie heißen Sie noch mal, diese Zombiefilme aus Großbritannien.</v> Der eine oder. Der andere?</v>
Eugen
00:56:36
Eugen: Der lustige Shaun of the Dead. Ja, doch.</v> Okay. Das war. Das ist doch Shaun of the Dead.</v> Und irgendwie. Und dann natürlich Scott.</v>
Arno
00:56:45
Arno: Pilgrim und solche Geschichten. Also, er.</v>
Eugen
00:56:50
Eugen: Ist auch von ihm.</v>
Arno
00:56:51
Arno: Ja, und ich mag den mochte.</v>
Eugen
00:56:53
Eugen: Ich.</v>
Arno
00:56:53
Arno: Ja gar nicht.</v>
Eugen
00:56:55
Eugen: Was denn? Scott Pilgrim.</v>
Arno
00:56:56
Arno: Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ja.</v> Muss ja nicht. Alles gleich gut?</v>
Eugen
00:57:03
Eugen: Nein, nein. Ich finde es sehr gut, dass es so bleibt.</v> Unsere Beziehung frisch.</v>
Arno
00:57:07
Arno: Und der Running Man ist eben auch von ihm.</v> Im Gegensatz zu der Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger in den 80er Jahren war es,</v> glaube ich, noch sehr nah an dem Original von Stephen King gehalten.</v> Scheinbar.</v>
Eugen
00:57:26
Eugen: Ah, das wusste ich schon mal, das ist ein King, eine Kurzgeschichte oder Buch?</v> Ja, genau.</v>
Arno
00:57:31
Arno: Die. Aber unter seinem Pseudonym. Wie war noch mal sein Pseudonym?</v> Veröffentlicht wurde damals. Und naja, die Prämisse ist halt eben dieser normale Arbeitertyp,</v> der dann in diese Fernsehshow geworfen wird.</v> Und der muss dann 30 Tage um sein Leben kämpfen, um dann in dem Fall 1 Billion $ zu kriegen.</v> Auf den Dollarscheinen ist natürlich Arnold Schwarzenegger drauf.</v> Das ist schön. Das ist. Das war tatsächlich sehr süß.</v> Ist natürlich auch eine Mediensatire.</v> Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, vor zehn Jahren, zu Beginn der Trump.</v>
Eugen
00:58:13
Eugen: Hat das so lang wie zehn Jahre stand.</v>
Arno
00:58:15
Arno: Trump hätte das sehr gut funktioniert.</v> Jetzt hat es mich überhaupt nicht gecatcht und zwar aus.</v> Es war eigentlich ein guter Film, war auch unterhaltsam und so, aber ich glaube,</v> das, was er eigentlich wollte, funktioniert einfach deshalb nicht mehr. Ich meine, du kennst vielleicht auch diese Memes mit</v> Make Dystopian Fiction again und wie sie alle heißen.</v> Und genau das ist hier das Problem, dass eben quasi die die Wirklichkeit in ihrer völligen Groteske</v> im Prinzip diesen Film eingeholt hat und es als Mediensatire und auch Groteske in</v> dem Sinne nicht mehr so funktioniert.</v> Und das fand ich sehr schade. Also ich hätte den Film gern vor zehn Jahren gesehen.</v> Dann wäre super gewesen. Ja, das war so kurzes Fazit dazu.</v> Ich will mich jetzt auch nicht länger damit aufhalten. Kann man gut sehen.</v> Man wird ihn aber vermutlich auch schnell vergessen haben.</v>
Eugen
00:59:19
Eugen: Den Übergang zur Antragserotik ist jetzt natürlich kaputt gemacht. Das ist ja schon klar.</v>
Arno
00:59:25
Arno: Ja.</v>
Eugen
00:59:26
Eugen: Kommt irgendwann.</v>
Arno
00:59:27
Arno: Kann ich jetzt auch nichts für.</v>
Eugen
00:59:29
Eugen: Irgendwann ein Mann mit nacktem Oberkörper. Zumindest sind Brustwarzen irgendwann zu sehen.</v>
Arno
00:59:33
Arno: Ja, tatsächlich. Der Hauptdarsteller, ordentlich durchtrainiert, muss natürlich ordentlich da.</v>
Eugen
00:59:39
Eugen: Dann machen wir das so Erotik, nackte Körper, ordentlich durchtrainiert, Antragserotik.</v>
Arno
00:59:44
Arno: Auch durchtrainiert. War der Antrag, den wir jetzt wir heißt Stefan Höltgen Heiner Fangerau,</v> das ist mein Doktorvater und die Michaela Clark, die ihn hauptverantwortlich eingereicht hat,</v> eingereicht haben, und zwar bei der Fritz Thyssen Stiftung.</v> Wenn mich nicht alles täuscht Ich war zwar ein Reicher, und zwar zu einem,</v> zu einem Thema. Da bin ich drauf gestoßen mit dem Stefan Höltgen, als er bei uns in Bern war,</v> zur Tagung History Sizing Games.</v>
Eugen
01:00:20
Eugen: Ah ja, da war ich nicht mehr da.</v>
Arno
01:00:22
Arno: An unserem Gesellschaftsabend sprachen wir dann darüber, dass wir ein gemeinsames Interesse haben,</v> nämlich medizinische Bilder in der Popkultur.</v>
Eugen
01:00:34
Eugen: Oh, okay, ich hätte jetzt gesagt Computer.</v> Aber das macht auch Sinn.</v>
Arno
01:00:38
Arno: Das war. Das war nämlich dann tatsächlich sehr interessant.</v> Er hat sich schon sehr viele. Er hat ja, glaube ich, in seiner seinem ersten akademischen Leben auf sehr viel zu Horror Games und teilweise</v> auch zu Porn Studies.</v>
Eugen
01:00:51
Eugen: Das wusste ich und Horror. Aber nicht Games, sondern Horror Film Filme.</v>
Arno
01:00:56
Arno: Genau.</v>
Eugen
01:00:56
Eugen: Ja eben.</v>
Arno
01:00:57
Arno: Und ich komme ja eben aus dem Medical Humanities Medizingeschichte usw Ecke so ein bisschen und wir sind drauf gekommen,</v> dass es eigentlich mal total spannend wäre, sich anzuschauen, was denn das Faszinierende ist an diesen,</v> ja an Kameraeinstellungen zum Beispiel, die sich durch das Körperinnere bewegen,</v> also wie zum Beispiel bei The Fantastic Voyage.</v> Wenn du da mit so einem Boot durch den Körper fährst oder oder aber auch im Horrorfilm,</v> wenn der Körper aufgebrochen ist und man sieht dann halt diese ganzen Innereien und so und gleichzeitig gibt es auch ganz viel an Forschung</v> zu Fotografie, zu Filmen, die dann zum Beispiel in der Kolonoskopie, also Darmspiegelung usw gemacht werden,</v> was da die Ästhetiken sind und so. Und genau dazu haben wir jetzt eben einen Antrag eingereicht,</v> der hoffentlich durchgeht, für nächstes Jahr in Düsseldorf eine Tagung zu machen,</v> die sich genau mit diesem Thema befasst.</v>
Eugen
01:02:04
Eugen: Und schön, dass du mich an den Film Die phantastische Reise erinnerst.</v>
Arno
01:02:08
Arno: Ja, also es gibt ja zwei. Es gibt das originale 60er Jahren.</v>
Eugen
01:02:13
Eugen: Das finde.</v>
Arno
01:02:13
Arno: Ich ganz toll mit diesem.</v>
Eugen
01:02:16
Eugen: Gott.</v>
Arno
01:02:17
Arno: Mit der Glatze. Der Bösewicht, der, der auch schon ein Bösewicht bei Bond gespielt hat.</v>
Eugen
01:02:22
Eugen: The Donald Pleasants, glaube ich, oder?</v>
Arno
01:02:24
Arno: Genau. Und hätte ich jetzt nicht als Glatze bezeichnet.</v>
Eugen
01:02:28
Eugen: Ich dachte zuerst Yul Brynner.</v>
Arno
01:02:29
Arno: Und die Neuverfilmung mit Dennis Quaid.</v>
Eugen
01:02:33
Eugen: Dennis Quaid. Das weiß auch der.</v>
Arno
01:02:34
Arno: Frühen 90er oder Ende der 80er, oder ich.</v>
Eugen
01:02:37
Eugen: Glaube, der. Welt ist das. Aber das wurde noch gar nicht neu verfilmt, oder?</v> Das wird sich ja dann auch anbieten, nachdem das.</v>
Arno
01:02:46
Arno: Kann nicht mehr lange dauern. Ja, ja.</v>
Eugen
01:02:48
Eugen: Oder.</v>
Arno
01:02:48
Arno: Es gibt ja zum Beispiel auch diese Folge von den Simpsons von Futurama, wo es dann im Darmtrakt sich eine Zivilisation ansiedelt.</v> Oder solche Zeichentrickserien wie Es war einmal der Mensch oder so.</v>
Eugen
01:03:03
Eugen: Und Space Quest fünf Da reist man dann auch miniaturisiert durch den Körper,</v> von der.</v>
Arno
01:03:09
Arno: Tatsächlich. Ja, das wusste ich nicht.</v>
Eugen
01:03:12
Eugen: Ja, aber es stimmt. Das kannst du jetzt dir gleich mitnehmen für.</v> Für die Konferenz, die hoffentlich stattfinden wird.</v>
Arno
01:03:19
Arno: Bei diesem Spiel. Was ich für Horror Game Politics analysiert habe, ist ja auch das finale Level spielt dann im Magen Darm Trakt des</v> Großvaters.</v>
Eugen
01:03:31
Eugen: Aufruf an alle unsere Hörerinnen, doch bitte noch zu schicken, in welchen Computerspielen man sonst durch Körper</v> reist.</v>
Arno
01:03:40
Arno: Das wäre tatsächlich.</v>
Eugen
01:03:41
Eugen: Es wäre schon cool. Also ich finde das immer. Ich ich liebe solche Aufrufe auf Social Media,</v> was da noch alles reinkommt. Abgesehen von Effekten findet man da ziemlich viele coole Sachen.</v>
Arno
01:03:53
Arno: Ja, ja, so ein paar Sachen wie eben Sergeant Simulator, wo man dann dem Trump während der Fahrt im Krankenwagen ein Herz einsetzen muss und</v> entscheiden muss, Soll es ein Herz aus Gold oder Stein sein.</v> Solche Geschichten. Aber da gibt es sicher noch viel, viel mehr, was man entdecken kann.</v> Oder vielleicht Catch the Sperm ja auch.</v> Was ja dann ein Schweizer Spiel, ein Schweizer Spiel von 2001 war, wenn ich mich richtig erinnere,</v> in dem es darum geht, dass man eben mit einem Artefakt, ja, mit einer Art Kondom Kescher,</v> kann das sein?</v>
Eugen
01:04:30
Eugen: Ich habe es nie gespielt.</v>
Arno
01:04:32
Arno: Ich habe sogar mal gespielt.</v>
Eugen
01:04:33
Eugen: Ist aber sicher Screenshots dazu.</v>
Arno
01:04:37
Arno: Ja, ich war mal im Gespräch mit einem Urologen, wo wir überlegt hatten, dazu mal einen Text zu schreiben.</v> Das hat sich leider, vielleicht aber auch zum Glück nie ergeben.</v> Und ja, solche Geschichten sollen da irgendwie vorkommen.</v> Aber eben auch Filme. Kunst. Die Beschäftigung der Wissenschaft mit solchen Intros,</v> Introspektiven im wahrsten Sinne Perspektiven auf den Körper.</v> Ja, das wird, glaube ich, eine sehr, sehr tolle Tagung, wenn sie denn kommt.</v> Und ganz großartig, wenn sie wirklich zustande kommt.</v> Wir haben zum einen einen Workshop, in dem quasi live dargestellt wird, wie mit solchen.</v> Ja, wie mit Effekten in Horrorfilmen gearbeitet wird, also wie Innereien dargestellt werden usw und so fort.</v> Welche muss.</v>
Eugen
01:05:36
Eugen: Ich kaufen, damit ich so.</v>
Arno
01:05:38
Arno: Ungefähr. Genau. Ja, ich habe ja auch schon sehr viel Kunstblut schon im Blut im Gesicht gehabt bei meinen Komparsentätigkeiten.</v> Das war dann so eine Mischung aus Johannisbeersaft und noch verschiedene anderen,</v> furchtbar klebrig und im Sommer mit Mücken auch nicht so richtig geil.</v>
Eugen
01:05:54
Eugen: Aber behält wenigstens die Farbe oder im Gegensatz zu echtem.</v>
Arno
01:05:56
Arno: Blut ja wirklich toll. Und das andere ist, wir hätten als Keynote, wenn es denn klappt,</v> eben den Jörg Buttgereit, der ja für eine ganze Reihe von Horrorfilmen wie wie hieß der eine nochmal Nekrophilia</v> oder so ähnlich in den 80er und frühen 90er sehr sehr bekannt geworden ist.</v> Ich drücke.</v>
Eugen
01:06:23
Eugen: Ich drücke die Daumen.</v>
Arno
01:06:25
Arno: Das wäre wirklich wundervoll und ich würde.</v> Lade dich sehr herzlich ein, da auch vorbeizuschauen.</v>
Eugen
01:06:31
Eugen: Wann wäre das denn?</v>
Arno
01:06:33
Arno: Nächstes Jahr habe ich vergessen. Nächstes Jahr irgendwann.</v>
Eugen
01:06:36
Eugen: Es kann sich aus. Das geht sich dann wieder aus.</v> Dieses Jahr darf ich nichts mehr machen. Nächstes Jahr? Gerne.</v>
Arno
01:06:41
Arno: Ja, Ja.</v>
Eugen
01:06:42
Eugen: Ja. Kann ich über fünf reden? Hat sich das endlich auch ausgezahlt, dass ich das gespielt habe?</v>
Arno
01:06:46
Arno: Ja und guck, es hat ja auch voll gut gepasst, weil auch die Poster, die es auch in diesem Kontext durchaus eine Rolle spielen und Erotik,</v> Antragserotik und so.</v>
Eugen
01:06:56
Eugen: Jetzt ja den, den die Kurve gekratzt, den Bogen geschlossen.</v> Ähm ja. Ja, wir machen den Podcast zu nutzen wir gleich den.</v>
Arno
01:07:10
Arno: Deckel auf dem Pott.</v>
Eugen
01:07:12
Eugen: Deckel auf den Pott abschließen, abschicken.</v> Danke Arno für das Gespräch und einen Blick ins Innere, in das Innerste des Menschen.</v> Und ähm, ja, ich versuche mir anzugewöhnen, dass wir auch ein bisschen unseren Hörern und Hörerinnen danken.</v> Ähm, und auch wieder der Aufruf Also falls ihr Spiele, Filme, Serien kennt,</v> wo das Innere des menschlichen Körpers oder von Körpern beleuchtet wird.</v> Denn dann gebt doch Bescheid. Können wir gleich davon profitieren?</v> Ja, vielen Dank. Und bis zum nächsten Mal.</v> Und Arno, dir persönlich noch einen Papa?</v> Bis zum nächsten Mal.</v>
Arno
01:07:58
Arno: Dir auch. Macht's gut. Tschüss.</v>
Intro
01:08:07
Intro: Grüß dich. Bitte schön.</v> Sandra.</v> O!</v>