Gilmores, hört die Signale!
Politik und Gesellschaft in der US-Serie "Gilmore Girls"
02.07.2026 78 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wagemutig verlassen Arno und Eugen für diese Sonderfolge die gewohnten Gefilde der Spielanalyse und trafen einander im Juni 2026, um die “Gilmore Girls” zu besprechen. Gewappnet mit Hochschulschriften und akademischen Papers, besprechen sie kurz die Produktionsgeschichte der Serie und ihre Auteurin Amy Sherman-Paladino. Anschließend diskutieren sie die sozialen Strukturen von Stars Hollow und die oft versteckten Klassenunterschiede. Sie spekulieren über Wahlgewohnheiten der Gilmores und ihrer Freund*innen und erkunden mithilfe von einschlägigen Aufsätzen die Frage, wie feministisch die Serie eigentlich war.
Literatur:
- Mastrocola, D. (2017). Performing Class: “Gilmore Girls” and a Classless Neoliberal “Middle Class.” Studies in Popular Culture, 39(2), 1–22. http://www.jstor.org/stable/44779928
- Detmering, L. (2012). “Good Breeding” and “Acute Discernment”: The Politics of Literacy and Family in “Gilmore Girls.” Studies in Popular Culture, 34(2), 1–21. http://www.jstor.org/stable/23416396
- Lyla E. E. Byers & Heidi M. Williams (2023) Hollywood’s slim pickings for fat characters: A textual analysis of Gilmore Girls, Sweet Magnolias, This is Us, Shrill, and Dietland, Fat Studies, 12:2, 273-285, DOI: 10.1080/21604851.2022.2037256
- van der Donk, M. B. "On ne naît pas Gilmore Girl, on le devient-Une analyse du féminisme français tel que compris par un grand public états-unien, et de la femme française dans la série américaine Gilmore Girls." (2018).
- Keeler, Amanda R. "Branding the Family Drama: Genre formations and critical perspectives on Gilmore Girls." (2010).
- Pick, Katelen. "Sneakily Feminist: A Gilmore Girls Analysis." (2018).
- Rucker, M. (2017). Gilmore Girls: The Intersection of Feminism and Social Capital.
- Gamber, Francesca. "Riding the third wave: The multiple feminisms of Gilmore Girls." Teen television: Essays on programming and fandom (2008): 114-131.
- Pick, Katelen. "Sneakily Feminist: A Gilmore Girls Analysis." (2018).
- Bednarek, Monika. "The language of fictional television: A case study of the ‘dramedy’Gilmore Girls." English Text Construction 4.1 (2011): 54-84.
- Stern, Danielle M. "It takes a classless, heteronormative utopian village: Gilmore Girls and the problem of postfeminism." The Communication Review 15.3 (2012): 167-186.
- Ahlgren, McKenna. "The Rise and Fall of Gilmore Girls' Feminist Legacy." (2018).
- Keeler, Amanda R. "Branding the Family Drama: Genre formations and critical perspectives on Gilmore Girls." (2010).
Bücher:
- Stache, Lara C., and Rachel Davidson. Gilmore Girls: A Cultural History. Bloomsbury Publishing USA, 2019.
- Diffrient, David Scott, and David Lavery, eds. Screwball Television: Critical Perspectives on Gilmore Girls. Syracuse University Press, 2010.
- Calvin, Ritch, ed. Gilmore girls and the politics of identity: Essays on family and feminism in the television series. McFarland, 2014.
- Dannenberg, Bastian, Jana Hüsmert, and Martina Mescher. Gilmore Girls–mehr als eine Fernsehserie?: Sozialwissenschaftliche Zugriffe. Verlag Barbara Budrich, 2011.
- Klumpe, Julia. 2022. Mediale Landschaftskonstruktionen: Die Darstellung des (sub)urbanen Lebens Am Beispiel US-Amerikanischer Serien. 1st ed. RaumFragen: Stadt - Region - Landschaft Series. Springer Vieweg. in Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH.
Transkript
Intro/Outro: Kritisch. Bitte schön. Bitte schön.</v>
Oh!</v>
Eugen: Hallo, Arno.</v>
Arno: Hallo, Eugen.</v>
Eugen: Diesmal klappt es. Schön,
dich wiederzusehen.</v>
Arno: Ja, ebenso.</v>
Eugen: Wir treffen uns diesmal für eine außergewöhnliche
Folge von den kritischen Controllern.</v>
Und du bist so lieb. Immer,
wenn ich einen Satz unvollständig mache,
schneidest du das diesmal raus, oder, Arno?</v>
Arno: Unvollständig.</v>
Eugen: Na gut. Möchtest du das Thema einleiten?</v>
Arno: Ja, sofern mein in der Hitze schmelzendes Sinn das
hinbekommt.</v>
Wir haben uns überlegt. Wir haben letztes Mal
darüber gesprochen, dass ich gerade dabei bin,</v>
Gilmore Girls zu schauen. Ich bin mittlerweile
sogar.</v>
Damals war ich, glaube ich,
in der zweiten Staffel oder so.</v>
Jetzt bin ich in der fünften angekommen.</v>
Eugen: Das war vor zwei Wochen. Ja. Nein,
es war vor vier Wochen.</v>
Wahrscheinlich.</v>
Arno: Ich habe jetzt schon ziemlich intensiv geguckt,
auch einfach auch mit dem Blick auf diese Folge,</v>
damit ich möglichst viel auch weiß. Sehr gut also.</v>
Und für mich ist es ja ein erstes Mal.</v>
Und für dich? Du hast, glaube ich,
gesagt, ein drittes.</v>
Also du hast schon dreimal gesehen. Und das ist
natürlich ein Grund, mal auch darüber zu sprechen.</v>
Und mir ist einiges aufgefallen.</v>
Eugen: Ja, ich freue mich sehr auf das Thema.</v>
Es ist eine Serie, die ich sehr gerne habe und ich
fand, es hat einen großen Spaß gemacht,</v>
mich darauf vorzubereiten. Also wir haben ja,
wir haben uns vorgenommen,
nicht einfach so drauflos zu plaudern,</v>
sondern Arno und ich haben uns auch mit
vorbereitet, haben uns ein bisschen eher
unbewusste Texte aufgeteilt.</v>
Die Papers, die wir uns zu Gemüte geführt haben,
damit wir auch ein bisschen mehr Substanzielles zu
sagen haben,</v>
als einfach sehr viel Meinung von uns zu geben.</v>
Was wir natürlich auch gerne machen. Immer die
ganze Zeit.</v>
Arno: Ja, und es ist natürlich eine Spoilerfolge.</v>
Eugen: Also danke, dass du das nicht gesehen hat.</v>
Arno: Wir werden einfach drauflosreden und stirbt auch.</v>
Eugen: Am Ende ist er tot.</v>
Arno: Man muss auch sagen, Eugen,
du hast dich hier in dem Channel als Jazz
angemeldet.</v>
Eugen: Ja. Ich habe also. Wir wurden gefragt auf Social
Media im Vorfeld dieser Aufnahme.</v>
Zuerst war die Frage. Rory oder Lorelai?</v>
Und dann hat irgendjemand gefragt. Viel wichtiger
ist die Frage. Dean oder? Klasse. Und das ist ja
eine interessante Frage.</v>
Auch darüber könnten wir länger diskutieren,
weil sich da meiner Meinung im Laufe meiner
Biografie öfters geändert hat.</v>
Arno: Wobei es bei mir tatsächlich auch.</v>
Eugen: Und in welchem Team bist du jetzt gerade in deinem
äh.</v>
Arno: Ich bin also ich bin ja gerade in der Ära Logan
angekommen.</v>
Eugen: Okay, darüber müssen wir vermutlich auch noch
reden.</v>
Arno: Und ich stelle fest, die hat einen furchtbaren
Männergeschmack.</v>
Ich mag sie alle drei nicht besonders.</v>
Ehrlich gesagt.</v>
Eugen: Ja. Okay, gut. Darauf können wir uns auch einigen.</v>
Arno: Ja. Also, es gibt zu jedem schon Sachen,
über die wir auch später noch sprechen können.</v>
Im Zuge unserer Sachen, die wir jetzt auch gelesen
und gelernt haben zur Serie.</v>
Und ich glaube ja, was für mich so faszinierend
ist bei der Serie, ist einfach,</v>
wie viel Ideologie ist vielleicht das falsche
Wort, aber wie viel ja Politik,</v>
Ideologie, Diskurse dann doch da drin steckt und
wie viel man da rausholen könnte,</v>
wenn man es wollte.</v>
Eugen: Wir können ja einfach politische Ideen dazu sagen.</v>
Arno: Politische Ideen, politische Mythen.</v>
Eugen: Politische Mythen es ist alles da. Unsere Idee
war, dass wir anfangen mit einer ganz kurzen
Vorstellung der Produktionsgeschichte.</v>
Da wären wir jetzt nicht sehr in die Tiefe gehen.
Ich habe da ein Paper dazu gelesen,
das fand ich interessant. Und ansonsten haben wir</v>
den Wikipedia Seite wahrscheinlich offen daneben.</v>
Also das kann man auch sonst selbst nachschauen.
Dann, ich weiß gar nicht,</v>
haben wir uns jetzt geeinigt auf eine Reihenfolge.
Wir machen Gender und Class.</v>
Arno: Genau.</v>
Eugen: Ich mache es in der Reihenfolge oder finde auch.</v>
Und dann schauen wir, wo wir hinkommen. Und
irgendwann, so wie immer,
kommen wir dann drauf. Jetzt reden wir zu lange</v>
und dann machen wir ein ganz abruptes Ende.</v>
Arno: Ja, und es wird so sein,
dass auch Gender und klar ist,
dass man beides ganz intersektional gedacht.</v>
Natürlich nicht auseinander.</v>
Eugen: Hast du das schon gesagt? Die Intersektionalität
wird auf jeden Fall Erwähnung finden.</v>
Vor der Vor der Produktionsgeschichte.</v>
Ist aber vielleicht die Idee von dir sehr hübsch
gewesen, dass wir uns mal autobiographisch
positionieren oder das Ganze historisch</v>
kontextualisieren, je nachdem,
wie man es nennen will?</v>
Arno, ich fange an, dich zu fragen,
weil du warst ja auch der Auslöser,
dass wir darüber reden.</v>
Wie kamst du zu den Gilmore Girls? Wie kamst du
dazu, sie bis jetzt nicht gesehen zu haben?</v>
Auch eine interessante Frage. Und warum schaust du
sie jetzt?</v>
Und. Und was ist denn dein erstes Fazit?</v>
Auch.</v>
Arno: Ja, das ist eine komplizierte Frage. Ich.</v>
Warum ich es nicht gesehen habe,
kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen.</v>
Es ist, glaube ich, einfach nur an mir
vorbeigegangen. Also gibt es passiert ja manchmal
auch so was wie bei Gossip Girl,</v>
dass ich bis jetzt zum Beispiel auch nicht gesehen
habe oder so Es gibt Serien,</v>
die eigentlich schon in dem Spektrum liegen,
was ich gerne mag.</v>
Also dieses leicht Soap Opera ja auch an heimelige
Feelgoodfernsehen</v>
würde ich es vielleicht mal nennen. Das mag ich ja
schon, aber irgendwie hat es mich damals nicht
erreicht.</v>
Kann ich nicht nachvollziehen,
wie? Obwohl ich den Namen natürlich immer wieder
gehört habe.</v>
Und ich wusste, dass du die Serie kennst und dass
sie auch.</v>
Ich glaube, auch popkulturell kann man sagen nicht
unwichtig ist und hatte.</v>
Es kam dann immer wieder bei Netflix unter den
Empfehlungen bei mir.</v>
Also der Algorithmus hat mich quasi in die Arme
der Serie getrieben.</v>
Eugen: Und schaust du es allein oder mit deiner Frau und
oder deinen Töchtern einer Tochter?</v>
In welcher Konstellation? Du schaust es alleine.
Das habe ich dich noch gar nicht gefragt.</v>
Da war ich nämlich neugierig. Okay.</v>
Arno: Ja, ja, die Töchter, soweit ich sie gefragt hatte,
hatten keine Lust.</v>
Und ja, ich habe geguckt. So,
dann jeden Tag so eine Folge.</v>
Oder zwei? Manchmal. Und bin jetzt eben in der
Mitte der fünften Staffel.</v>
Ungefähr. Und es gibt viele Dinge,
über die man reden müsste.</v>
Eugen: Gut, ich freue mich darauf,
denn dann hänge ich mich jetzt noch an!</v>
Ich bin ein Kind, das sehr viel von seinem
Fernseher sozialisiert wurde.</v>
Wobei als es rauskam, war ich ja schon ein
Jugendlicher und habe angefangen zu studieren.
Aber,</v>
ähm, das klassische wie,
wie heißt das serielle Fernsehen?</v>
Also auch, wo man jetzt nicht wählen durfte,
was man schaut, hat einen bedeutenden Anteil in
meinem Leben gehabt.</v>
Und das Schöne muss man ja auch sagen daran ist,
dass man oft auch Sachen sieht,</v>
die man sich jetzt nicht ausgewählt hätte,
weil ja sonst nichts da war.</v>
Also gerade in Österreich mit zwei Sendern.</v>
Ich hatte nie Kabelanschluss oder meine Eltern
hatten nie oder Satellit.</v>
Das heißt, diese zwei Sender waren es.</v>
Manchmal kam auch noch der slowakische Sender
rein. Ähm, Friends of Slowakisch.</v>
Sehr lustig. Funktioniert auch. Und dann habe ich
so ziemlich alles geschaut. Und ich muss sagen,
Gilmore Girls hat mich ja überhaupt nicht</v>
angesprochen. Als 20-jähriger. Ich war ein Science
Fiction Nerd und wollte großes Krachbumm.</v>
Und das war so ruhig. Und ich hatte auch das
Gefühl, ein bisschen zu sehr auf emotional und
halt zu Drama,</v>
was mich damals überhaupt nicht interessiert hat.</v>
Im krassen Gegensatz zu jetzt,
wo es umgekehrt ist und ich Krachbumm nur noch
schwer,</v>
nur noch wenig Geduld aufbringen kann für
Krachbumm.</v>
Aber ich habe es halt trotzdem geschaut. Und dann
bin ich drauf gekommen, dass es halt extrem lustig
ist. Also es hat ja eine extrem hohe</v>
Geschwindigkeit, schon allein wie Sie reden,
die Taktung, was dann da an Zitaten reingeworfen
wird.</v>
Und es ist wirklich. Ich fand es genuin lustig und
damit hatte es mich dann.</v>
Also danke, danke Fernsehen,
das mich manchmal dazu gezwungen hat,
Sachen anzuschauen,</v>
die ich noch nicht kannte. Das zweite Mal habe ich
es dann mit der Katze angeschaut.</v>
Das war in der großen DVD Zeit. Da haben wir uns
die Staffeln auf DVD gekauft.</v>
Ich glaube mittlerweile eingegangen an
Vertriebsketten und das dritte Mal mit unserem
älteren Sohn.</v>
Der hat es auch geschafft. Da kann ich aber nicht.
Da weiß ich nicht, ob wir komplett durchgeschaut.</v>
Ja, wer wir sind. Ich Ich bin ja überhaupt kein
Zionist.</v>
Immer hatte er auch unter der Ältere
gezwungenermaßen auch.</v>
Und jetzt haben wir gerade auch ausgelöst von von
dir nochmal angefangen es anzuschauen.</v>
Jüngere kann sich noch nicht so sehr dafür
begeistern, aber der der ältere schon.</v>
Ich glaube, ich bin mir nicht sicher,
ob es das erste Mal mit dem älteren auf Deutsch
geschaut haben. Jetzt schauen wir es auf jeden</v>
Fall auf Englisch, was ja noch mal besser
funktioniert.</v>
Arno: Mein erster Eindruck ist ja,
dass die Serie, also ich habe sie ja damals nicht
gesehen,</v>
aber dass sie verblüffend gut gealtert ist.</v>
Also ich habe nicht bei vielen Sachen nicht den
Eindruck Oh mein Gott, was reden die dann?</v>
Was haben die denn für Vorstellungen,
wie man wie man über Sachen redet?</v>
Also diese diskursiven Verschiebungen,
die ja oft dazu führen, dass man Sachen einfach
schrecklich findet.</v>
Mit der Zeit gibt es ja zum Beispiel bei manchen
Folgen bei Friends oder so,</v>
man dann die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.</v>
Wie dann beispielsweise der Umgang zwischen
Männern und Frauen ist oder so,</v>
und den Eindruck habe ich hier zum Beispiel nicht
gehabt.</v>
Das fand ich relativ cool,
muss ich sagen.</v>
Gleichwohl gibt es natürlich auch viele Sachen,
die, über die wir eben gleich noch im Bezug auf
Gender und Klasse sprechen werden.</v>
Wo ich schon ohne die Texte vorher gelesen zu
haben, so ein unbestimmtes Gefühl hatte.</v>
Also irgendwie ist das alles auch ein bisschen
schräg, was man da sieht.</v>
Eugen: Hm. Schräg. Ja, definitiv. Ich wollte noch
ergänzen Ich.</v>
Es gab eine Phase, da habe ich es nicht mehr so
gut ausgehalten. Das waren,
weiß ich,</v>
so Mitte dreißiger Jahren,
also bevor wir es mit dem älteren Sohn noch mal
angeschaut haben,</v>
da hat es mich nicht mehr abgeholt,
oder?</v>
Da fand ich es auch veraltet. Das kann aber auch
damit zusammenhängen, dass es da gerade alt
geworden ist.</v>
Und jetzt ist es, kann man sagen,
so ein bisschen vielleicht in die,
in den Klassiker Kanon reingekommen,</v>
weil jetzt halte ich überhaupt sehr viele ältere
Sachen sehr viel besser aus.</v>
Wieder, weil ich sie vielleicht auch in meinem
Kopf halt historisch kontextualisieren.</v>
Ich meine, was mich total verstört hat Das letzte
Mal schauen oder davor war,</v>
das habe ich dir gesagt,
gar nicht so Klasse oder Geschlecht,
sondern diese Konsumgesellschaft,</v>
die da zelebriert wird. Also,
wenn Lorelai und Rory machen sich mal schön und
dann gehen sie einkaufen und dann laufen sie</v>
lachend durch ein klimatisiertes Einkaufszentrum
mit vier Säcken an Gewand.</v>
Und da denke ich halt an H&M und Wegwerf Gewand.</v>
Und sie brauchen das alles nicht. Und gerade
Lorelai ist eine große Gratifikation bei Buying
Person,</v>
oder auch wenn Sie jetzt machen wir uns einen
schönen Abend. Das finde ich total nett,
dass Sie das machen. Das ist ja an sich was total</v>
Cooles, dass Sie da auch das zu Hause zelebrieren.</v>
Und dann bestellen Sie sich was beim Chinesen.</v>
Und das ist dann aber auch so? Ja,
und das können Sie gar nicht mehr essen,</v>
wie man in Wien sagen würde. Das ist,
das geht sich nicht aus.</v>
Das heißt, er muss irrsinnig viel weggeworfen
werden.</v>
Ich meine, ein bisschen was werden Sie in den
Kühlschrank geben? Aber da werfen Sie ja dann auch
weg. Also diese das Wegwerfen und das</v>
Überkonsumieren, das stößt mir ein bisschen auf.</v>
Aber da sage ich halt Na gut,
das ist halt die Gesellschaft der 2000 er Jahre
gewesen.</v>
Arno: Ja, ja, als die Dinge noch so waren.</v>
Eugen: Genau. Wundervolle Übergang. Machen wir kurz ein
bisschen die Geschichte.</v>
Wann ist die Serie entstanden? Wer hat sie
geschrieben?</v>
Wer hat sie produziert? Soweit wir das halt
gelesen haben.</v>
Es wird jetzt nicht sehr in die Tiefe gehen. Was
hast du im Kopf?</v>
Oder soll ich erzählen, Arno,
du darfst entscheiden.</v>
Arno: Erzähl du weil. Also ich weiß das alles,
aber ich habe es nicht so internalisiert wie du.</v>
Eugen: Machen wir es einfach kurz. Also,
ich habe jetzt auch noch. Ich muss mal schauen.
Also um 2000 entstanden.</v>
Muss man schon im Kopf behalten. Finde ich.</v>
Jetzt noch mal nach. Wann ist wirklich die erste
rausgekommen oder was? 1999 sogar.</v>
Nein. Oktober. Oktober 2000.</v>
Arno: 2000.</v>
Eugen: Na gut. Also jetzt auf Englisch. Auf dem Warner
Brothers Kanal, auf Deutsch weiß ich es nicht.</v>
Ich nehme an, ein, zwei Jahre später.</v>
Letzte Staffel, die siebte Das war dann schon
nicht mehr Warner Brothers,
sondern SciFi.</v>
Was ist das nochmal? Scifi ist.</v>
Arno: Ich habe.</v>
Eugen: Glaube ich gelesen.</v>
Arno: Dass es ein Ableger von Warner Brothers oder so
was ähnliches.</v>
Eugen: Naja, Warner Brothers wurde da verkauft und so.
Also lass uns bitte einfach selbst nochmal
recherchieren.</v>
Arno: Wo ist dieser Sender, wo auch so Serien wie The
Flash und so diese ganzen Disney Billigserien
quasi gelaufen sind?</v>
Eugen: Genau das ist. Ich finde da gar nicht deine
Erklärung für das Akronym.</v>
Kann das sein? Ja, also das ist dann im Zuge von
einigen Merger und so siebte Staffel überhaupt,</v>
Die ist ein bisschen so ein Ausleger oder eine
Ausnahme, weil die wurden nicht mehr geschrieben
von der Amy Palladino,</v>
die so ein bisschen der Autor,
die Autorin der Serie ist.</v>
Arno: Ich habe auch gelesen, dass die,
also das dieses Auteur in dem Fall wirklich
zutreffend ist,</v>
obwohl sie glaube ich den ganzen Stab an
Autorinnen hatte ich gar.</v>
Eugen: Nicht so viel. Es waren also kann ich auch gleich.</v>
Arno: Ergänzen.</v>
Eugen: Ja, hinten raus kann sein. Nur dann rede jetzt mal
weiter.</v>
Arno: Genau das sie da sehr kontrollierend war.</v>
Ich glaube gemeinsam mit ihrem Ehemann ist es
richtig, dass da nichts quasi in die Serie kam,</v>
was sie nicht vorher noch mal gecheckt hat.</v>
Eugen: Genau das habe ich auch gelesen. Das ist eben
deswegen trifft Autorin da wirklich zu,</v>
weil sie auch gesagt hat Also ich glaube,
jetzt habe ich es mir rausgeschrieben.</v>
Es gab insgesamt in den ersten sechs Staffeln
nicht so viele unterschiedliche Autorinnen
Drehbuchschreiberinnen,</v>
sondern ich glaube, so sechs,
sieben davon auch. Interessant waren nur zwei
Männer und ich glaube, einer davon ist ihr</v>
Ehemann, der Daniel, der mit ihr gemeinsam auch
Executive Producer war.</v>
Und sie hat sich halt das Recht vorbehalten,
das.</v>
Also ich glaube, sie hat sich gar nicht so
eingemischt im Schreiben,
aber am Ende hat sie immer geschaut, dass es halt</v>
zusammenpasst, damit es ein stimmiges Ganzes ist.</v>
Wir kennen es ja sonst von Serien,
die dann teilweise sehr unterschiedliche
Tonalitäten haben.</v>
Und das wäre? Also ich hätte auch. Früher wäre mir
gar nicht aufgefallen, dass das unterschiedliche
Drehbuchautorinnen haben.</v>
Arno: Das fällt mir ehrlich gesagt heute auch zumindest
im Verlauf einer Staffel nicht so auf.</v>
Höchstens Staffelweise, wenn man dann merkt,
der Produzent hat gewechselt oder die Autoren
haben gewechselt.</v>
Wenn sich dann, wie beispielsweise bei Deep Space
Nine nach der zweiten Staffel der Ton so wechselt
und alles in dieses wirklich serielle</v>
Drama Science Fiction Drama zum Beispiel
reinkippt, was vorher eher so dieses.</v>
Also bei der Begriff trifft jetzt nicht zu,
aber dieses Monster of the Week artige,</v>
wo man jede Woche ein eine abgeschlossene
Geschichte hat, das das verliert sich ja dann
irgendwann zum Beispiel.</v>
Eugen: Das ist auch ein gutes Stichwort,
weil anderes.</v>
Also war das Double Network war ein ganz junges
damals.</v>
Warner Bros. Hat damals probiert,
auf dem amerikanischen Fernsehmarkt sich auch
durchzusetzen und war halt ein kleiner.</v>
Ich habe es mir auch da jetzt nicht die Zahl. Ich
glaube, es gab sechs oder fünf große Netzwerke und
das kam jung dazu und hat halt einfach nicht diese</v>
Wucht gehabt. Das war auch eine Zeit,
wo man halt einfach Sendemasten noch mieten musste
und Satelliten um zu schauen,</v>
dass man überall überhaupt überall hinkommt. Also
wir sind hier in der eigentlich noch Prä Internet
Ära und da haben sie es versucht.</v>
Sie waren bekannt als Sie hatten erste Erfolge.</v>
Das eine ist Seventh Heaven,
das nämlich genau dieses Monster of the Week
Geschichte.</v>
Das ist, äh, ich glaube,
eine himmlische Familie,
hieß es also, wo anhand von einer extrem</v>
religiösen Pastorenfamilie ein Thema jedes Mal
durchexerziert wurde.</v>
Heute geht es um die Sucht und der Älteste
probiert, glaube ich, was weiß ich,</v>
Marihuana, die nächste Alkohol,
dann irgendeiner raucht Zigaretten und der Jüngste
ist süchtig nach Kaugummi.</v>
Und das ist. Das war ganz schwer auszuhalten.</v>
Finde ich für mich aber sehr family friendly.</v>
Das ist dann auch noch ein Übergang an eine andere
Serie, die sie hatten, die auch sehr erfolgreich
war,</v>
ist Buffy The Vampire Slayer.</v>
Arno: Ach, tatsächlich? Das kann man.</v>
Eugen: Also das sind die drei großen Showrunner.</v>
Ist der falsche Begriff. Aber das sind die drei
großen Zugpferde gewesen.</v>
Und bei Gilmore Girls auch noch die. Es hat sich
am Anfang sehr schwer getan,</v>
weil sie, weil sie jetzt auch nicht mehr so,
also auch da die hatten.</v>
Den falschen Sendeplatz kann man sich heute auch
nicht mehr vorstellen.</v>
Aber es hat einen Unterschied gemacht,
an welchem Wochentag zu welcher uhrzeit man
gesendet wird, weil wenn man zum Beispiel direkt</v>
gegen Friends antritt und das war NBC,
das war genau damals oder was weiß ich,</v>
Seinfeld oder die großen Serien dieser Zeit,
dann hat man eigentlich schon verloren am Anfang.</v>
Und ich glaube, sie sind dann von einem Dienstag
auf den Donnerstag gewechselt. Also bitte Details
nachlesen und dann ist es erfolgreich geworden.</v>
Also es ist nie so erfolgreich wie Friends
geworden.</v>
Das Die Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf,
aber ich glaube, so um die 14 Millionen Zuseher
hatte und die hatten aber auch in Millionen Zahlen</v>
dann. Also es war schon. Sehr erfolgreich und
erfolgreich genug, dass es ja insgesamt sieben
Staffeln gab.</v>
Arno: Ja, das ist eigentlich schon Zeichen genug,
dass zu sehen, dass es zumindest für den Sender ja
erträglich sein muss.</v>
Eugen: Ich überlege noch, was ich noch sagen kann. Also
es ist. Oder wolltest du gerade da?</v>
Arno: Nein, ich wollte nur sagen,
ich bin fasziniert, wie sehr ich schon vergessen
habe,</v>
dass Fernsehen früher linear war.</v>
Eugen: Linear und seriell. Linear. Dass lineares
Fernsehen.</v>
Danke. Das war das eher. Das hat ganz,
ganz andere Logiken.</v>
Dann, die es mit sich bringt.</v>
Arno: Es waren halt also völlig. Das ist aber auch
völlig aus meinem, aus meinem Konsumverhalten
verschwunden.</v>
Das Wissen dazu muss.</v>
Eugen: Ich sagen, bei mir auch. Also ich verwehre mich ja
oft auch mit meiner Familie gegen das Neue.</v>
Nein. Oder versuch halt absichtlich retro zu sein.</v>
Also wir haben Plattenspieler. Der Jüngere macht
jetzt Musik, die er auf Musikkassetten
draufspielt.</v>
Aber ich übe wieder. Überlegen wir auch Fernsehen
und Fernsehnachrichten.</v>
Aber es ist ganz schwer,
nur noch in den Alltag sich sich reinzubringen,
weil ja auch mittlerweile das Fernsehen digital</v>
ist und eigentlich dieses Video on demand ist.</v>
Also man kann sich alles jederzeit nachschauen.</v>
Damals musste man halt so wie heute bei Fußball
oder beim Song Contest zu einem Zeitpunkt da sein,</v>
um eine Serie zu sehen. Also sind ja ist man ja
auch teilweise nach der Schule nach Hause
gelaufen,</v>
um den Anfang der geliebten Serie zu sehen.</v>
Das gibt es jetzt nicht mehr. Wenn wir es einfach
auf einmal benutzen, ihn beim Streamingportal
unserer Wahl.</v>
Arno: Bevor wir in die inhaltliche Diskussion
einsteigen, könnte ich an der Stelle auch noch
sagen Das hatte ich dir letztens auch geschrieben.</v>
Ich finde faszinierend, wie sich überhaupt
technischer Fortschritt so im Laufe der Staffeln
manifestiert.</v>
Also ich hatte dann irgendwann wird über die.</v>
Eugen: Inhaltlich oder.</v>
Arno: Inhaltlich schon.</v>
Eugen: Also lass mir noch eine Sekunde,
denn ich wollte bei der Produktion.</v>
Ich finde ja, ich würde nur gerne erwähnen,
die siebte Staffel hat die hat das Ehepaar
Palladino dann nicht mehr gemacht,</v>
weil. Was schon auch wichtig ist,
wenn das Thema Gender dann kommt.</v>
Die. Emil Palladino hat nie einen unbefristeten
Vertrag bekommen.</v>
Sie hat immer nur einen Vertrag für eine Staffel
bekommen.</v>
Also war im Grunde genommen halt auch immer prekär
angestellt, obwohl sie wirklich Vorzeigeautorin
war,</v>
die auch gerne vom Sender dann überall
hingeschickt wurde, um Interviews zu geben.</v>
Und nach Staffel sechs haben sie gesagt Gut,
das reicht uns, dann machen wir nicht mehr mit.
Und Staffel sieben wurde dann von anderen gemacht</v>
und Surprise surprise! Nach Staffel sieben war es
dann zu Ende.</v>
Ich meine, es gab mehrere Gründe dafür. Aber
trotzdem, das wollte ich noch sagen. Jetzt können
wir gerne zum Wandel der Zeiten.</v>
Arno: Bei diese Staffel zweiten Verträge,
die sind ja glaube ich relativ normal in diesem,</v>
in dieser Branche. Also das.</v>
Eugen: Glaube ich auch.</v>
Arno: Angestellt wird. Aber es ist natürlich
symptomatisch und wie du sagst,
also dieses Prekäre oder Unsichere,</v>
wie es dann weitergeht, das. Begleitet das
wahrscheinlich schon immer in jeder Staffel dann.</v>
Eugen: Ich meine, die hatten halt wirklich einen Namen
da, ich weiß, aber das sollte man auch noch.</v>
Letzte Anmerkung noch weil das hätte ich auch
jetzt wieder vergessen, weil wir von Streaming
geredet haben und du es ja jetzt auch schaust.</v>
Die Serie hat dann noch mal sehr viel mehr
Aufmerksamkeit bekommen,
als es bei Netflix,</v>
ich glaube 2005. Dann war das auch bitte
nachschauen.</v>
Also auf Netflix kam. Ja,
aber vor wirklich mehr als zehn Jahren,
also 2015 oder sowas wird es gewesen sein oder</v>
2009, Also gar nicht so lange nach Ende der
Ausstrahlung.</v>
Und es kam ja noch eine Nachzipf. Also eine Ja,
nein, eine Reunion dieses Gilmore Girls.</v>
Ich glaube, vier Jahreszeiten oder so ähnlich hieß
es.</v>
Das teilweise interessant ist,
weil da halt Geschichten nacherzählt wurden oder
fortgeführt wurden,</v>
richtigerweise teilweise dann auch nicht mehr so
gut funktioniert hat.</v>
Arno: Ja, ist das nicht faszinierend,
wie die Leute dann gealtert sind und so?</v>
Eugen: Ich muss sagen, ich würde es mir gerne jetzt noch
mal anschauen. Es ist halt immer schwierig,
wenn du eine Erinnerung an etwas hast. Und dann</v>
glaube ich, ist dann die Realitätskontrolle mit
mit.</v>
Wie die Schauspieler geworden sind und was auch
deine Lieblingsautorinnen daraus machen.</v>
Inhaltlich habe ich ein paar Sachen genervt. Ich
habe auch eine Analyse gelesen,
die erklärt, warum gewisse Geschwindigkeiten nicht</v>
mehr so gut funktionieren. Da war wirklich so ein,
ähm, eine Narrative, die die Geschwindigkeiten
getestet hat,</v>
während andere Sachen wiederum besser funktioniert
haben in dieser Reunionserie.</v>
Ja. Ich finde, da müssen wir uns nicht zu zu lange
damit aufhalten.</v>
Interessant ist, was mit der Person,
mit der Figur der Emily passiert ist,
finde ich. Das ist interessant. Und der Rest? Ja.</v>
So, jetzt der Übergang. Jetzt habe ich dich zu
lange unterbrochen.</v>
Also technischer Fortschritt.</v>
Arno: Genau. Was ich sagen wollte. Was ich faszinierend
fand, ist, wie man über den Verlauf der Staffeln,</v>
den technischen Fortschritt in die Serie
einsickern sieht.</v>
Also da hat man zum Beispiel dann Sachen wie eine
Digitalkamera, die die total faszinierend finden
und erstmal lernen müssen,</v>
wie die geht oder WLAN oder ein Laptop oder
nachher dieses faszinierte Boah,</v>
du kannst das ja googeln und dann findest du
Sachen im Internet zu dem Thema,</v>
das du gerade suchst. Diese,
diese Begeisterung und dieser
Fortschrittsoptimismus,</v>
der da so mit diesen technischen Neuerungen
eingeht, das finde ich sehr faszinierend und ist
total auffällig.</v>
Wir haben jetzt heute nicht so viel Zeit,
darüber zu sprechen, aber ich wollte es trotzdem
mal in den Raum werfen, weil es einfach extrem</v>
auffällig ist, weil es ja auch gerade in so einer,
in so einer Zeit, der durch Digitalisierung der
Gesellschaft,</v>
also digitalisiert war sie zum Teil ja schon
vorher, aber wir sind kommen dann an so einem
Punkt,</v>
wo wirklich dann alles digital wird und wie das
eben auch in der Serie ihren Niederschlag findet.</v>
Da, da könnte ich mir auch gut vorstellen,
dass ich da irgendwann mal einen Artikel zu
schreiben.</v>
Einfach weil das so spannend ist,
wie das stattfindet.</v>
Eugen: Das weckt Erinnerungen. Also ich habe zum einen im
Kopf gerade wie die Rory,</v>
ich glaube vom Christopher irgendwann,
weil er sich halt einklammern will,</v>
bei ihr so ein Riesenlexikon geschenkt bekommt.</v>
Und das ist was Cooles damals,
ein Riesenlexikon und zehn Jahre später denkt man
sich Nein,</v>
ich habe, ich habe keinen Platz dafür. Ich gehe
auf Wikipedia und ja IMAX.</v>
Diese Bunten sind mir auch aufgefallen,
die dann irgendwann, ich glaube die hatten auch
relativ früh in ihrem Zimmer stehen.</v>
Arno: Und gleichzeitig also gestern in der Folge,
die ich gesehen habe, einen riesigen
Röhrenbildschirm im Fernseher im Zimmer stehen,</v>
wo ich denke, wie passt. Wie hat das denn früher
die Zimmer reingepasst?</v>
Also auch das kommt irgendwie mit rein.</v>
Gerade mit dieser aus dem aus der Distanz noch mal
schauen.</v>
Also ich glaube, sonst wäre mir das wahrscheinlich
auch gar nicht aufgefallen,</v>
das früher gesehen hätte oder so.</v>
Eugen: Es war auch eine Zeit vor Social Media,
oder? Weil mittlerweile wird ja sehr viel von
dieser, gerade in der Generation,</v>
von der die ganze Kommunikation mit Freundinnen
und Freunden äh, Love Interest wird,</v>
ganz anders funktionieren.</v>
Arno: Ja, auch. Aber das nur am Rande.</v>
Eugen: Also ich finde das ein gutes Thema ist.</v>
Wenn Bedarf da ist, können wir uns ja auch wieder
zusammensetzen.</v>
Und noch mal Du schaust jetzt erstmal.</v>
Arno: Aber eine super Überleitung,
weil es gab eine Folge, die ich vor kurzem gesehen
habe,</v>
in der Richard, also der Vater von Lorelai,
Emily, der Mutter erklärt,
wie das mit dem Computer</v>
funktioniert und wie man Sachen ergoogelt und das
in diesem merkwürdigen Internet ja alles
drinsteht.</v>
Zum Beispiel diese gute Seite,
wo man dann Taschen sehen kann und so,
und da leuchten dann die Augen Emilys und so,</v>
und man hat also dieses Männer verstehen die
Technik und erklären es dann den Frauen mäßige.</v>
Eugen: Wobei ich eher so eingeschätzt hätte,
dass er völlig unfähig ist,
damit umzugehen.</v>
Aber interessant, soweit bin ich ja jetzt nicht.
Beim nächsten Durchschauen.</v>
Arno: Ja, aber umgekehrt war es dann so gestern in der
Folge hat war in Lukes Diner.</v>
Also Luke ist ja der Love Interest bzw die
spätere.</v>
Auch die Beziehung von Lorelai funktioniert der
Herd nicht und Lorelai erklärt dann Luke,</v>
was er genau an diesem Herd einstellen muss,
damit es wieder funktioniert.</v>
Weil sie in der Nacht nicht schlafen konnte,
die Bedienungsanleitung gelesen hat.</v>
Eugen: Gut. Das ist. Aber das ist eine gute Überleitung,
weil das ist genau das.</v>
Da kommen wir schon zum zum Kernfrage,
wenn wir jetzt über Geschlecht und Feminismus
reden.</v>
Weil da haben wir, hast du sehr schön uns beide
Seiten gezeigt. Zum anderen die Figur der Emily,</v>
die sehr klar in patriarchalen Strukturen lebt und
diese eigentlich auch sehr zelebriert.</v>
Also die ist ja wirklich reaktionär,
im wahrsten Sinne, weil sie das so unterstützt,</v>
das alte System. Und die Lorelai,
die halt die Selfmadewoman ist,
die alleinerziehende Mutter ist,</v>
ihre Eltern ihn verlassen hat,
absichtlich auch kein Geld von ihm die längste
Zeit genommen hat,</v>
sondern selbstständig sich von ganz unten
hochgearbeitet hat und am Ende eine Führungskraft,</v>
ach Gott, Verzeihung, eine Führungsposition
einnimmt.</v>
Zuerst in einem Hotel als Angestellte,
später ein eigenes leitet.</v>
Wie hast du das wahrgenommen? Also,
was ist jetzt so der erste Eindruck zu dem Thema
Feminismus und Emanzipation?</v>
Arno: Ja, schon genauso. Also was es ja auch vermitteln
will.</v>
Wir haben auf der einen Seite diese krasse,
fast schon aristokratische Gebahren aufseiten der
Eltern</v>
Lorelai, also Emily und Richard,
die auch sehr stark.</v>
Und hier rutscht es dann eben dann schon dieses
Klassendenken, darüber urteilen Wer ist denn der
der Richtige für Lorelai oder auch Rory</v>
später? Und das ist ja eigentlich Sache der der
Familie, darüber zu entscheiden,</v>
mit wem die Frau zusammen sein will. Und genau aus
dieser Situation ergeben sich ja auch ganz oft
Streitigkeiten über Selbstbestimmung,</v>
über wie man sein eigenes Leben führt und.</v>
Was da auch so ein bisschen durchkommt.</v>
Was ich faszinierend fand Lorelei kriegt
eigentlich zum Ersten Mal so ein bisschen
Anerkennung von ihren Eltern,</v>
als sie zum Beispiel diesen Schulabschluss
nachgeholt hat.</v>
Das ist irgendwann in der zweiten oder dritten
Staffel dieser Abendschule.</v>
Eugen: Ja.</v>
Arno: Und das ist eigentlich das erste Mal,
wo die Eltern dann so ein bisschen ja anerkennen,</v>
dass Lorelei ihren eigenen Weg geht.</v>
Eugen: Das ist aber auch ein Anerkennen eigentlich ihres.</v>
Also ihre Selbstständigkeit,
oder? Das werden wir häufiger das Wort
emanzipiert.</v>
Emanzipation oder dieses emanzipierten Lebens,
wo Sie das anerkennen.</v>
Weil also Ihre Idee wäre gewesen,
dass also wer die Geschichte nicht kennt mit ich
glaube 16 oder so,</v>
wird sie schwanger von ihrem High School Love
Interest.</v>
Christopher übrigens persönlich immer sehr schwer
ausgehalten habe und entscheidet sich aber,</v>
das Kind nicht abzutreiben,
aber auch nicht Christopher zu heiraten,
weil so toll findet sie ihn.</v>
Sie hat ihn gern, aber sie möchte jetzt nicht an
ein Leben als Hausfrau anfangen.</v>
Was aber glaube ich schon noch sehr,
sehr klar der Wunsch der Eltern gewesen wäre.</v>
Also das ist die die Vorgeneration,
die sieht klar jetzt so jetzt Kernfamilie.</v>
Ist es halt peinlich, dass mit 16 passiert.</v>
Aber das wäre jetzt the way to go.</v>
Arno: Und wir haben ja auf der einen Seite eben Lorelai
mit dieser extremen zelebrierten Unabhängigkeit,</v>
die natürlich auch immer bricht,
wenn sie was braucht.</v>
Also sie braucht.</v>
Eugen: Da würde ich dir widersprechen.</v>
Arno: Sie muss eigentlich immer auf entweder dann auf
die Netzwerke ihrer Eltern zurückgreifen,</v>
als sie einmal so einen Kredit braucht oder eben
als sie Geld für diese Eliteschule von Rory
braucht und so,</v>
Also, es ist schon. Sie kommt nicht ganz.</v>
Also, wir sprechen hier eigentlich schon über
Klasse und Gender. Dann aus dieser,</v>
aus dieser. Ja, aus diesem Umfeld heraus.</v>
Obwohl sie es eigentlich zelebriert,
dass sie genau das geschafft hat.</v>
Eugen: Da kann ich jetzt einfach ein Paper rausholen,
da muss ich gar nicht selbst Meinung reinwerfen.
Ich muss jetzt nur schauen,</v>
damit ich die auch alle immer gut gut Kredite.</v>
Und zwar war das die Meghan Rocker. Ich weiß jetzt
nicht, da muss man auch nachschauen.</v>
Also das Paper oder es ist eigentlich eine
Abschlussarbeit heißt Gilmore Girls. Die
Intersection of feminism and Social Capital. Also</v>
wir haben jetzt ein bisschen Bourdieu. Es war an
der University in Texas und ja,</v>
einfach nachschauen. Ich nehme an,
es von der Länge her irgendwo zwischen Bachelor
und einer Masterarbeit.</v>
Sehr spannend. Die hat sich angeschaut,
nämlich.</v>
Also zum einen hat sie also natürlich.</v>
Es ist eine Analyse. Sie hat codiert,
wann feministische Momente waren.</v>
Das habe ich jetzt nicht aufgeschrieben,
aber da geht es um Empowerment,
gegenseitige Unterstützung,</v>
Unabhängigkeit usw Und sie hat analysiert,
wann sie sich Hilfe von ihren Netzwerken holen.</v>
Also das soziale Kapital einsetzen. Und das sind
Statistiken drinnen, Die habe ich mir jetzt leider
nicht rausgeschrieben.</v>
Aber insgesamt ist es so,
dass Lorelei und sie hat sich ja glaube ich auch
nur 25 Folgen angeschaut in über 80 % der Fällen.</v>
Ähm, also es waren auch gezielte Momente,
die sie untersucht hat.</v>
Über 80 % hat sie sich feministisch verhalten.</v>
Bei Rory waren es schon nur noch über 60,
aber noch immer 2/3.</v>
Und dann hat sich aber auch angeschaut. Von wem
holen Sie sich Unterstützung?</v>
Und bei Lorelai war es schon so,
dass sie in einer absoluten Mehrheit aller Fälle
sich Unterstützung von einem Frauennetzwerk geholt</v>
hat. Also von Sookie, von ihrer Nachbarin,
der Babette von der Miss Patty,</v>
von der Eclipse, also der Mechanikerin von den
Eltern.</v>
Nur in Ausnahmesituationen,
Also in der ersten Folge natürlich,
um Geld für die Schule zu kriegen und wie sie halt</v>
keinen Kredit bekommen hat und sie ihre Mutter
gebraucht hat.</v>
Ähm, aber sonst viel eher auf Frauen
zurückgegriffen hat und Luke Also bei den Männern
ist es eigentlich dann fast nur Luke,</v>
den sie dann halt auch eigentlich aber auch schon
fast wie ein Werkzeug einsetzt.</v>
Also es ist halt so, wie das Problem ist.</v>
Da brauche ich einen Schraubenzieher. Das Problem
ist, da brauche ich ein Luke,</v>
der passt ja genau. Den kann ich da verwenden und
der hat ja auch nicht viel mitzureden.</v>
Also da geht es ja nicht hin. Und ich meine auch
ein guter Punkt.</v>
Sie flirtet schon sehr viel,
sehr gezielt, verwendet das auch,
aber es ist.</v>
Trotzdem habe ich das Gefühl,
nicht aus einer Position der Schwäche,
sondern immer aus einer Position der Stärke heraus</v>
bei ihr. Bei Rory ist es dann ein bisschen anders.</v>
Die ist also erstens mit ihren Großeltern,
die setzt sie viel häufiger ein.</v>
Und das Kapital, das soziale,
aber auch das finanzielle Kapital von den
Großeltern und damit Logan,</v>
dann geht es ja überhaupt rapide rapide bergab,
finde ich.</v>
Also das ist.</v>
Arno: Ja würde ich dir zustimmen,
aber was dieses Hilfe holen angeht,
also gerade innerhalb von diesem Kleinstadtkontext</v>
ist das ja alles Hilfe, die jetzt sage ich mal
nicht existenziell in dem Sinne ist.</v>
Und ich würde schon behaupten,
dass immer wenn es darum geht,
dass die Hilfe eine Hilfe ist,</v>
die wirklich das Leben verändert,
dass sie eigentlich darauf angewiesen ist,</v>
dann doch eben ja auf dieses soziale,
ökonomische, kulturelle Kapital ihrer Eltern
zurückzugreifen.</v>
Eugen: Okay, okay, bleiben wir bei dem Gedanken,
was ich dagegenstellen könnte,
als ihre Eltern verlassen hat,</v>
als es wirklich brenzlig war,
alleinerziehende Mutter,
hat sie auch Hilfe gekriegt,</v>
aber das war die. Ich weiß nicht mehr,
wie sie heißt, die Leiterin des Ursprünglichen,</v>
das Independence Inn, die ich war.</v>
Arno: Ja, ja, ich weiß auch nicht,
wie sie heißt. Ja.</v>
Eugen: Und auch für die selbst,
wie sie sich selbstständig.</v>
Das ist eine gute Frage,
Das weiß ich nämlich nicht mehr. Den Kredit,
den sie sich holt, ist der, um das Dragonfly zu</v>
kaufen. Ja, okay, weil das ist. Dann hat sie da
zwar Unterstützung, allerdings.</v>
Sie nimmt sich ja auch den Kredit. Es ist jetzt
nicht so, dass sie Geld von den Eltern geschenkt
bekommt.</v>
Sie kriegt nur Unterstützung bei dem. Bei diesem
kapitalistischen System Aber.</v>
Arno: Aber diesen Kredit kriegt sie ja nur,
weil sie, weil ihre Mutter die Verbindungen
herstellt und weil der Bankier</v>
weiß, sie ist die Tochter von. Also das ist der
einzige Grund, warum sie den bekommt in dieser
Folge.</v>
Das fand ich ganz spannend. Versucht sie ja dann
auch zu vermitteln.</v>
Sie ist extrem gut sozial vernetzt in dieser
Stadt, macht ganz viel ehrenamtlich,</v>
was weiß ich, bringt sehr viel soziales Kapital
sehr in diese Stadt mit hinein und stellt dann
aber fest Dieses Kapital</v>
zählt nichts, weil es ausschließlich darum geht,
wie einflussreich ihr Name ist.</v>
Eugen: In diesem einem Fall.</v>
Arno: In diesem einen Fall. Genau. Es ist tatsächlich.</v>
Eugen: In die Welt Ihrer Eltern,
Eintritt, der höheren Finanzen und der größeren
Summen.</v>
Arno: Also, es ist das wird eigentlich auch in allen
Artikeln, die ich gelesen habe.</v>
Es ist ambivalent, wie es dargestellt wird.</v>
Also man hat sowohl das eine als auch das andere.</v>
Aber letztlich ist es schon so,
dass, ähm, also wenn man jetzt über klassisch
spricht,</v>
wir sprechen jetzt dauernd durcheinander,
obwohl wir es anders vorhatten.</v>
Eugen: Und du schneidest dann einfach zu Recht in jeden
Satz die passenden Worte raus.</v>
Und dann?</v>
Arno: Ja, das wird spannend, dass das diese
Genderkonstruktionen oder auch
Klassenkonstruktionen,</v>
dass die letztlich unsichtbar bleiben.</v>
Also meine. Mein großer Gedanke.</v>
Eugen: Meinst du damit? Tschuldigung,
aber.</v>
Arno: Genau das wollte ich gerade sagen. Also mein
großer Gedanke, den ich eigentlich aus allen
diesen wissenschaftlichen Abhandlungen zu Gilmore</v>
Girls herausgezogen habe,
ist ist, dass die Serie hier zitiere ich jetzt mal
verschiedene Titel,</v>
postracial, postfeminist und postklassisch ist.</v>
Das heißt. Sie stellt alles sozusagen als Utopie
dar, in der sowohl was</v>
Genderkonstruktionen, aber auch Klasse oder Rasse,
in der mögliche Konflikte oder Spannungen
eigentlich überhaupt nicht in der</v>
Form stattfinden, wie sie tatsächlich stattfinden.</v>
Es gibt im Prinzip keine Armut in Stars Hollow und
wenn, dann ist sie selbst verschuldet.</v>
Also dieses Neoliberale,
was überall immer wieder einsickert,
sie ja auch als self made Woman und so,</v>
ähm und gleichzeitig ja,
so ein sehr ambivalentes Verhältnis zu</v>
Ja, was macht denn jetzt eine selbstbestimmte
Person in der Gesellschaft aus?</v>
Sind es die Netzwerke? Ist es sie selber?</v>
Ist es das kulturelle Kapital,
die Bildung, die ja auch extrem wichtig in der
Serie ist?</v>
Ist es wichtig, ob du in Yale oder Harvard
studierst oder ob du jetzt eben das nicht tust und
vielleicht sogar das Wie dann dient,</v>
später das Community College abbricht oder so?</v>
Das sind ja Fragen, die da stattfinden.</v>
Aber es wird alles so ein bisschen glatt
gebürstet, auf eine Art und Weise,</v>
die es ja utopisch erscheinen lässt,
aber eben dann auch so ein bisschen verwässert,</v>
wie dann die Realität sein muss. Es hat ein
bisschen was vom Märchen,
ehrlich gesagt,</v>
also sehr stereotyp, aber gleichzeitig sehr
schmeichelnd und gar nicht so auf große Konflikte,</v>
sondern eher auf Zwischenmenschliche Konflikte
ausgelegt?</v>
Eugen: Ja. Ist das eine Schwäche oder ein Fehler?</v>
Arno: Das ist die Frage.</v>
Eugen: Also, genau darüber reden wir.</v>
Arno: Ich. Man muss ja immer wieder dazu gegen.</v>
Eugen: Vorwürfe im Netz sind Vorwürfe gegen diese Serie.</v>
Arno: Ja, genau. Also, ich empfinde die Analyse als
richtig.</v>
Also ich glaube schon, dass das so ist.</v>
Ich glaube aber auch, dass das gar nicht schlimm
ist, dass es so ist.</v>
Also es ist ja nicht so,
als ob die Sachen, dass die Sachen gar nicht
thematisiert werden,</v>
sondern sie werden, die laufen so ein bisschen im
Hintergrund mit.</v>
Aber das ist ja auch nichts,
was die Serie erzählen will.</v>
Also das ist nicht das Ziel dieser Serie,
uns darüber aufzuklären,
wie Arbeiterklasse funktioniert oder wie Machen.</v>
Eugen: Wir mal Klasse. Zuerst drehen wir es einfach um.
Machen wir es. Wir haben jetzt auch mehr über
Klasse gesprochen als über Geschlechter. Fangen</v>
wir mit Klasse an, da hast du dich,
glaube ich, besser eingelesen. Es ist eine Upper
Class Geschichte.</v>
Es ist eine totale Upperclass Geschichte.</v>
Man kann dazu sagen ich meine,
es wird doch immer historisch kontextualisieren.</v>
Es sind auch um 2000 war die Geschichte von Alles,
was irgendwie unter Upper Class ist,</v>
extrem selten, dass ein paar Sitcoms.</v>
Aber selbst die Sitcoms sind immer
Einfamilienhäuser mit sehr vielen Kindern,
die alle gut ernährt werden können. Es gibt ganz</v>
wenig. Also Roseanne ist so das einzige,
was mir aus der Zeit einfällt. Übrigens,</v>
da war die Amy Palladino,
Drehbuchautorin für Roseanne,
wo tatsächlich so etwas wie Wie Blue Collar Leben</v>
thematisiert wurde und alltägliche Probleme wie
das geht sich jetzt finanziell nicht aus,</v>
oder? Nein, wir können jetzt nicht diesen Urlaub
machen. Ansonsten ist es halt auch die Tradition
der Populärkultur,</v>
Upper Class Geschichten zu erzählen. Das ist auch
das, was gefordert wurde.</v>
Und ich glaube, dass mir Märchen trifft es ja auch
ganz gut. Also ich habe.</v>
Arno: Immer auch dieses Versprechen auf sozialen
Aufstieg inkludiert.</v>
Eugen: Na ja, na ja, ich meine aber das hinterfragt die
Serie dann, weil sie zeigt schon sehr klar Na ja,</v>
die sind reich, weil ihre Eltern reich waren,
also gerade auch da.</v>
So sehr mir Logan auf die Nerven geht,
da machen Sie ja keinen Hehl draus.</v>
Das ist dann niemand von denen hat sich
hochgearbeitet.</v>
Und ich meine, Luke wird ja jetzt wirklich jeden
Tag hackelt.</v>
Der wird nicht reich, sondern ich glaube,
er hat zwar dann am Ende dann auch irgendwie eine
gute Summe zusammen gespart,</v>
er muss ein Leben geführt haben. Ähm,
weil da geht es ja um glaube ich,
wie sich das Haus kaufen.</v>
Aber grundsätzlich wird da jetzt harte Arbeit
nicht belohnt.</v>
Es ist nur in der Vorgeschichte,
dass Lorelai vom Dienstmädchen im Hotel sich
hochgearbeitet hat bis zur Managerin.</v>
Und sonst haben wir nur. Naja,
ich überlege gerade.</v>
Also, alle aus Clinton und nachher aus Yale sind
Upper Class Absolute.</v>
Die haben Probleme wie einer meiner zwei Nannies.</v>
Ist krank. Und jetzt muss ich schon wieder eine
neue Köchin suchen.</v>
Oder dass das Personal heutzutage. Ja,
furchtbar.</v>
Ähm.</v>
Arno: Ja, der Umgang mit dem Personal wäre ja eh schon
nochmal eine neue, neue Perspektive,</v>
die man besprechen könnte.</v>
Eugen: Ja, mach mal was. Was fällt dir ein? Also
Personales ist.</v>
Ich treffe in meinem Alltag wenig oder selten so
viel Personal wie in dieser Serie.</v>
Arno: Ja. Dienstpersonal ja. Und was auch was auffällig
ist, ist, dass auch zum Beispiel als Running Gag
in jeder</v>
Folge Emily eine neue Macke hat,
weil sie die andere vergrault hat,
teilweise auch verklagt wird,</v>
weil sie so schrecklich mit denen umgeht.</v>
Was mir total aufgefallen ist,
es irgendwann kommt ja kommen Laurel,
Lorelai und Luke zusammen und sie wird dann zu den</v>
Eltern. Beide werden zu den Eltern eingeladen und
die ersten, die Luke begrüßt,</v>
sind die Leute vom Personal und Lorelai.</v>
Die ersten.</v>
Eugen: Die ihn begrüßen oder die er begrüßt.</v>
Arno: Umgekehrt. Und sie schubst ihn so an und sagt Du
musst ihn nicht begrüßen.</v>
Und das fand ich schon extrem auffällig.</v>
Eugen: Das sind so die kleinen Momente,
wo dann kurz aufgebrochen wird,
dass das vielleicht nicht die normalste aller</v>
Welten ist, in der sie da leben. Ich meine,
es wird ja so überzeichnet.</v>
Es ist ja schon so, ich weiß nicht,
ob das dann im Laufe der Serie immer mehr
normalisiert wird, aber in den ersten Folgen merkt</v>
man schon noch, dass sie wirklich eine magische
Wand zum Reichtum durchbrochen wird.</v>
Wenn auch die Emily ich weiß nicht so etwas wie
einen Parkplatz für die Rory in ihrer neuen Schule
mietet,</v>
weil das ist dann schon gut für sie. Und sie hat
aber nicht mal ein Auto.</v>
Und ich meine, da sind die kleinen Details schon
auch noch, dass die Lorelai halt dieses kaputte
Auto dann fährt. Aber ich weiß nicht, wie viele</v>
Staffeln das dann auch irgendwann ausfällt,
was dann auch für ein Narrativ irgendwann einen
Grund hat. Und das ist die Elterngeneration ist so</v>
eine. Das teile ich aus der Portokasse. Ein neues
Auto, das ist halt und eine neue Handtasche.</v>
Und irgendwann, das hat mich in den Wahnsinn
getrieben. Irgendwann hat sie gekriegt,
Rory, das Birkin BAG, das ist so in der.</v>
Weiß nicht, ob du dort warst,
wo sie dann bei ihren Großeltern einzieht,
weil sie.</v>
Okay, dann verrate ich dir. Du kannst.</v>
Arno: Du kannst es ruhig erzählen. Ich weiß,
dass es irgendwann einen großen Streit gibt,</v>
wo sie dann quasi sich mehr oder weniger trennen.</v>
Vorübergehend.</v>
Eugen: Und dann? Dann verfällt die Rolle total in dieses
Luxusleben.</v>
Sie wohnt, ich glaube im Poolhaus des Gilmore
Anwesens.</v>
Und es hängt halt mit dieser Millionärstruppe
herum.</v>
Den Wie heißen Sie? Ich habe ihren Namen
vergessen.</v>
Die. Es ist schon so, manchmal denkst du Ja,
das ist ganz lustig.</v>
Und dann fragst dich wieder. Was ist das? Was ist
das für ein Leben? Es ist wirklich. Also,
die Logan und die.</v>
Ach, das hätte ich nachschauen sollen. Also
eigentlich immer wieder so ein bisschen surreale
Interventionen machen,</v>
die ganz amüsant sind, Aber dann halt auch.</v>
Es bleibt einem im Hals stecken.</v>
Arno: Ja, ja, also die ja völlig in einer komplett
anderen Welt leben und auch überhaupt keinen
Realitätssinn für die Leben anderer haben.</v>
Das ist mir auch aufgefallen.</v>
Eugen: Und am Anfang fand ich es noch teilweise charmant,
weil da hat das halt so diesen Typus des
englischen Gentlemens gespiegelt,</v>
die so ich weiß nicht so Oscar wilde Figuren,
die halt auch so total total sagt man jeden
Kontakt zur normalen Welt verloren haben,</v>
dabei aber eine gewisse Selbstironie haben und
einfach lustig sind.</v>
Also diese Stücke sind auch einfach lustig,
auch wenn da keine Blue Collar Personen vorkamen.</v>
Das kann man schon auch genießen. Aber irgendwann
kippt es dann einfach zu sehr,</v>
weil auch diese Selbstironie ein bisschen flöten
geht.</v>
Arno: Und wenn man über Stars Hollow spricht,
also selbst das ist ja bis auf leicht,</v>
Luke hat man da, oder? Oder auch die Mechanikerin.</v>
Der Name ich immer vergessen. Hat man da ja ganz
wenige Figuren, die wirklich als Blue Collar
gelten könnten.</v>
Oder die eine sehr reiche Stadt.</v>
Eugen: Vergessen macht jeden, jeder schlecht.</v>
Der ist ja so ein stellvertretender Ja,
der macht ja die billigsten Arbeiten immer wie die
verfaulten Eier einsammeln und so,</v>
der ist eigentlich wirklich am untersten Ende.</v>
Aber das wird dann halt auch so ironisch
gebrochen. Der hat ja die Probleme,
die er hat, sind ein rein psychotischer Natur und.</v>
Arno: Ich glaube, ich habe irgendwo gelesen,
hat über 60 verschiedene Jobs gemacht und sein
Lieblingsjob war der Ansager im Eishockeystadion.</v>
Eugen: Ah ja, und dann.</v>
Arno: Wird er.</v>
Eugen: Belohnt.</v>
Arno: Mit andererseits auch den Traum,
dass er jeden Tag was anderes machen kann.</v>
Eugen: Ja, und das wird ja dann auch so zelebriert.</v>
Also irgendwie hat er ja auch dann genug Geld.</v>
Ich weiß nicht, ich erinnere mich nicht mehr so
genau, aber irgendwann kommt auch aus,
dass er eigentlich gar nicht arm ist. Also der hat</v>
nicht Probleme, sondern der ist einfach nur sozial
herausgefordert.</v>
Arno: Ja, und was mir an der Stadt eben auch auffällt
es.</v>
Man sieht eben keine Armut in der Stadt.</v>
Was ich schon ein bisschen krass finde.</v>
Also selbst bei so einem,
bei so einer Utopie.</v>
Und auch dieses extrem sozial Vernetzte,
was in dieser kleinen Stadt stattfindet.</v>
Also diese Bürgermeetings,
wo dann vielleicht der einzige Antagonist in die
Serie so hat,</v>
Aber auch der wird ja sympathisch. Auf eine rüde
Art ist Taylor, der quasi diese Bürgermeetings
lange leitet und mit seiner</v>
Pedanterie und seinem Egoismus der.</v>
Eugen: Autokrat.</v>
Arno: Dieser Paragraphenreiterei. So eben als Unsympath
dargestellt wird.</v>
Und auch da vielleicht auch,
was das Neoliberale angeht,
vielleicht so als Vertreter eines ja überbordenden</v>
Staates sozusagen so ein bisschen wirkt.</v>
Das war zumindest das, was ich.</v>
Eugen: Bei mir kommt, viel mehr als der der Entrepreneur
der das System total ausnutzt,</v>
um seine eigenen Interessen durchzusetzen,
weil er.</v>
Arno: Natürlich auch.</v>
Eugen: Genau das tut er sich dieses Was war das Soda
Cream Shop?</v>
Ich weiß nicht mehr genau wie es war,
aber am Ende hat er ja. Er hat die Macht,</v>
weil er auch weiß, wie das System funktioniert.
Also jetzt nicht irgendwelche zuallererst.</v>
Entrepreneur hat ja dieses kleine Unternehmen
auch.</v>
Also, was ist das? Ähm. Kein Supermarkt,
sondern noch ein Krämerladen.</v>
Im Grunde expandiert dann auch und versucht da mit
allen Mitteln wie eine Krake Stars Hollow zu
unterwandern.</v>
Aber ja, also auch Demokratie ist es zwar immer
sehr viel Basisdemokratie.</v>
Wäre auch noch mal interessant,
sich das anzuschauen. Basisdemokratie Und wie
gehen Sie mit Dissens um und wie werden dann</v>
Entscheidungen getroffen? Da kann man also ja,
das sind sicher nicht die,
die die Stärken dieser Serie und der Erzählung.</v>
Arno: Ja, es geht ja eigentlich immer nur darum,
dass man Träume hat, in denen die Leute dann
zusammenkommen.</v>
Das ist schon faszinierend. Ist,
weil es kann, weil es ja nur ganz selten Räume
hat,</v>
wo nur zwei Personen stattfindet,
also Privaträume, aber ganz oft eben auch eben
diese,</v>
diese Bürgermeetings oder auch der freie Himmel in
Stars Hollow, wo du dann diesen zum Beispiel
diesen</v>
Pavillon, um den dann diese ganzen Veranstaltungen
stattfinden usw und das ist da ja extrem präsent.</v>
Das habe ich selten so gesehen,
dass auch diese Stadtevents so zelebriert werden
wie in dieser Serie.</v>
Eugen: Ich habe gerade eine Hypothese Hypothese weiß ich
nicht, ob es das ist, aber eine Überlegung.</v>
Das wird aber jetzt hinausgehen über das,
was ich gelesen habe. Also ausgehend von der Frage
jetzt,</v>
Wer von den allen wählt eigentlich Republikaner
und der Demokraten, wäre ich vorsichtig.</v>
Ich glaube, wir haben eine sehr,
sehr niedrige. Fehlerquote für die Demokraten.</v>
Wir könnten dann darüber spekulieren,
wer was wählen würde.</v>
Aber ich glaube auch, viele der großen
Sympathieträger wären Hardcore Republikaner. Was
ich jetzt direkt mit einem Artikel im New Yorker,</v>
den ich gelesen habe, dass die Republikaner gerade
die Superstärke haben, dass sie so auf Community
Ebene irrsinnig gut sind im Zusammenarbeiten und</v>
genau solche Treffen haben. Und da wurde jetzt
komme ich erst drauf im vorletzten New York oder
so beschrieben.</v>
Warum sind die Republikaner so stark?</v>
Weil die haben so Treffen und dort sammeln sie
auch die ein bisschen.</v>
Auch die sozial herausgeforderten Menschen ein,
die dann so Ideen haben,
Verschwörungstheoretiker auch.</v>
Die kommen dann alle zusammen und man hört sich
an, was sie zu sagen haben. Und dann geht es aber
konkret darum, dass halt, ich weiß nicht irgendwie</v>
das Schulhaus saniert wird und da können dann alle
zusammenarbeiten.</v>
Und dafür halten sie es auch aus,
dass irgendjemand ein bisschen Ausleger Gedanken
zu anderen Aspekten hat.</v>
Und das dürften die Republikaner trotz Trump
gerade irrsinnig gut machen.</v>
Während die Demokraten also auch jetzt in diesem
Artikel beschrieben.</v>
Darunter leiden, dass Sie sehr oft zu
Grundsatzdiskussionen haben.</v>
Wir müssen uns erstmal alle darauf einigen. Was
ist unsere Position zu Transrechten?</v>
Was ist unsere Position zu zum Israel Palästina
Konflikt?</v>
Und da gibt es jetzt eine Linie,
da müssen alle auf dieser Linie sein,
wenn nicht auf dieser Linie ist,</v>
kann gar nicht erst mitmachen. Das kennen wir auch
aus von Social Media. Wir wollen jetzt nicht zu
sehr in diesen Diskurs gehen, aber das Problem</v>
ist, damit engst du schon die Gruppe sehr ein.</v>
Während die Republikaner wild Leute einsammeln und
das dann eine Plethora von Menschen haben,</v>
von rechts außen Auslegern,
aber auch irgendwie frustrierten äh äh
Querdemonstrantinnen,</v>
die sich plötzlich dann da aber willkommener
fühlen, weil da hast du dann diese Taylor
Dosewelt. Sind zwar alle latent wahnsinnig,</v>
es sind alle irgendwie Kirks und Taylors und ich
weiß nicht was, aber am Ende kriegen sie halt
gebacken, dass ich das Fest durchgesetzt wird oder</v>
dass man sich um eine Person,
die in der Community gerade Geldprobleme hat,</v>
dass man sich um sie kümmert. Zwar keine.</v>
Es gibt kein Healthcare und es gibt keine
Arbeitslosenvorsorge.</v>
Aber wenn eine Person in der engen Community ein
Problem hat, dann kümmern sich alle drum.</v>
Also dieses urtümliche auch Wilder Westen.</v>
Wir bauen jetzt gemeinsam den Heuschober vom
Nachbarn.</v>
Arno: Dazu passt eigentlich auch,
dass ich sage mal progressive Diskurse,
wenn sie stattfinden,</v>
eigentlich nur als komische Momente dargestellt
werden.</v>
Also ich erinnere mich an zwei Sachen.</v>
Das eine war, da sitzen Paris und Rory mitten im
Regen um gegen.</v>
Ich weiß nicht mehr genau. Ich glaube,
Sklaverei in.</v>
Ich weiß nicht mehr, in welchem Land das war,
irgendwie Unterschriften zu sammeln und der
einzige,</v>
der da anhält, hält da auch nur an,
weil im Regen.</v>
Er muss kurz seine Tasche auf dem Tisch abstellen,
will, um sich nicht einen Schuh zuzubinden oder so
und läuft dann sofort weiter.</v>
Oder? Oder an anderen Sachen,
wo dann ganz kurz irgendwelche Einwürfe gemacht
werden mit.</v>
Sprechen wir über Kolonialismus? Nein,
lieber esse ich jetzt Fastfood oder so,</v>
also diese. Dieses Es ist kein verächtlich machen,
sondern es ist schon so,</v>
dass der Diskurs da ist. Aber er spielt halt keine
Rolle.</v>
Und das passt ein bisschen zu dem,
was du gesagt hast, finde ich.</v>
Eugen: Ja, ich hätte dann immer gern. Also ich erinnere
mich und das Problem ist es so ewig lang her und
mittlerweile verliere ich den Glauben,</v>
dass ich es mal wirklich gelesen habe. Vielleicht
bilde ich es mir auch nur ein. Irgendwann hatte
ich eine Studie in einer Zeitung gelesen oder eine</v>
Beobachtung, die gesagt hat,
dass ein Unterschied zwischen Menschen,
die eher progressiv wählen und denken,</v>
und Menschen, die eher konservativ wählen und
denken, ist, dass Menschen,
die konservativ wählen und denken sehr gut,</v>
auch in Solidarität und Zusammenarbeit und Hilfe
sind aber nur im engsten Netzwerk,</v>
also Familie und Halt so die Community des Dorfes,
die nicht die kirchliche Gemeinde oder höchstens
noch das Dorf und alles drüber.</v>
Dafür setzen sie sich nicht ein. Also sehen sie
auch nicht ein, dass es. Sie kümmern sich da viel
und sind wahrscheinlich super aktiv in Elternräten</v>
und in irgendwelchen Räten und opfern auch ganz
viel Zeit für diese Sachen.</v>
Aber Healthcare wird da nicht unterstützt.</v>
Umgekehrt anderes Extrem und das ist auch immer
sehr bezeichnend. Diese progressiven Denker sind
zwar da sind dann die,</v>
die auf die Straße gehen,
um für die Rechte von Minderheiten in China
einzutreten oder für Menschen,</v>
die mehrere 1000 Kilometer von ihnen entfernt
sind. Aber der Nachbar oder die Nachbarin,</v>
die gerade Probleme hat,
dafür haben sie keine Zeit,
oder Da schauen sie weg.</v>
Also das ist, und ich wäre jetzt vorsichtig mit
Verallgemeinerungen, aber das ist,</v>
das wäre dann sozusagen ein Metanarrativ,
diese Richtungen und ich würde gerne sehr viel
mehr dazu lesen.</v>
Also ich hätte da gerne ein bisschen fundiertere
Studien dazu, weil ich das schon interessant
finde.</v>
Ich meine, es wird dir sagen,
dass jetzt grundsätzlich kein Mensch schlecht oder
gut ist,</v>
was ich ja sehr sympathisch finde. Und ja,
ich würde mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen.</v>
Aber daran muss ich auch denken. Wenn wir jetzt an
die die Taylor Dozy wie,</v>
wie heißt das denn, wenn Sie Ihre Gemeinde
Sitzungen haben?</v>
Ich glaube, ihr Gemeindesitzungen.</v>
Arno: Ja, ich glaube.</v>
Eugen: Das ist auch das ist, und das ist auch dieser
öffentliche Raum, die Mehrzweckhalle,</v>
quasi Public.</v>
Arno: Meetings sagen Sie, glaube ich,
nur so.</v>
Eugen: Weil das ist ja auch dort,
wo Miss Patty ihren Tanzunterricht gibt,
oder?</v>
Arno: Ja, ja, ja.</v>
Eugen: Die Multifunktionshalle. Okay,
jetzt hatten wir die die klassische Politik.</v>
Arno: Ganz kurz in dem Zusammenhang noch. Was mir auch
aufgefallen ist, was Vielleicht auch wieder.</v>
Also das macht die Serie ja gut. Sie ist ja nie
eindeutig.</v>
Und was sie eben So ein bisschen auch als
Gegengewicht zu diesem vermeintlich Konservativen
positioniert ist.</v>
Wenn man zum Beispiel dann diese drei geistig
geistlichen Figuren da hat,
die dann gemeinsam.</v>
Eugen: Vergessen, der Rad in der Kirche.</v>
Arno: Sich abwechseln oder bei.</v>
Eugen: Ökumene.</v>
Arno: Steiner Essen und so, und das ist ja auch
spannend, einfach, dass man da einen Rabbiner hat
und einen Pastor.</v>
Und ich weiß gar nicht, was das dritte.</v>
Eugen: Katholik es sind. Ich glaube,
es sind die zwei christlichen großen Religionen.</v>
Wobei, müsste ich auch sagen,
also einen Rabbiner, einen Rabbi und den Pastor,</v>
Den Evangelischen erinnere ich mich.</v>
Arno: Da gibt es dann diese Szene,
wo dann einfach der Davidstern in der Kirche durch
das Kreuz ersetzt wird,</v>
weil die nächsten dann dran sind.</v>
Eugen: Ja, also sowas habe ich furchtbar gern.</v>
Ich meine, ich muss auch sagen,
deswegen spricht mich auch Stars Hollow so an,</v>
auch wenn es meiner Ansicht nach konservativ ist.
Und da weiß ich schon warum.</v>
Weil das weckt diese Nostalgie an Don Camillo und
Peppone bei mir.</v>
Eine Welt, wo man schon grundsätzlich anderer
Ansicht sein kann und andere Erklärungen für
Probleme sieht und teilweise auch ganz andere</v>
Lösungen hat. Aber im Notfall halten alle zusammen
und ich hätte gerne eine Welt,</v>
die genauso ist, wo halt dann am Ende auch der
kommunistische Bürgermeister und der,</v>
seien wir mal ehrlich super reaktionäre
katholische Pfarrer.</v>
Auch wenn er gut Leute vermöbeln kann,
dann am Ende halt beide die Ärmel aufkrempeln und
dann ziehen sie den Traktor,</v>
oder? Genau so süß. Dann hilft der Don Camillo,
den sowjetischen Traktor zu reparieren,</v>
weil es sonst peinlich gewesen wäre,
dass gerade der sowjetische Traktor nicht
funktioniert. Das ist,</v>
da ist viel Nostalgie dabei,
wo halt gerade in Zeiten von von zunehmender
Polarisierung und zunehmenden wir reden,</v>
äh, ganz sicher nicht mit denen,
weil die mal die Grundvoraussetzung gemeinsamer
Werte nicht erfüllen.</v>
Also das wird schwierig,
wenn wir das jetzt versuchen hier zu erklären,
aber da haben wir das Gegenteil.</v>
Das ist diese Utopie, wie du sagst,
einer Welt, wo.</v>
Arno: Wo man noch miteinander spricht.</v>
Eugen: Und wo jetzt grundsätzlich niemand ausgeschlossen
wird. Ich meine, die ärgsten Konflikte sind ja
noch eher wie der, der der Troubadour wieder ein</v>
zweiter kommt. Hattest du die Folgen schon?</v>
Arno: Ja, ja, die größten Konflikte sind dann
tatsächlich eher räumlich,
also dann zwischen oder räumlich und und zwischen</v>
den Klassen. Also dann hast du eben Stars Hollow
auf der einen Seite, ich weiß gar nicht,</v>
wie das heißt, wo die Eltern wohnen,
aber.</v>
Eugen: Die wohnen in Hartford. Das ist in der Nähe von
Hartford, Connecticut.</v>
Das gibt es ja wirklich,
dass im hohen Norden von.</v>
Arno: Diesen sehr mondänen, schlossartigen Bau,
den Sie da haben.</v>
Und dann noch mal Yale auf der anderen Seite als
so eine Elite Bubble, in der aber dann auch
verschiedene Leute reinrutschen.</v>
Also es gibt dann diese Figur,
wo ich gerade nicht weiß,
wie sie heißt, die so ein bisschen in Rory</v>
verschossen ist. Aber genau da.</v>
Eugen: War ein Netter in Yale. Genau wie Sie.</v>
Ja, den habe ich ganz vergessen.</v>
Arno: Ja, Ja. Und er muss zum Beispiel als Reiter
arbeiten und wird von den anderen dann eben auch
dafür angestellt,</v>
aber auch entsprechend behandelt. Und das sind
dann so Sachen, die da so ein bisschen mit
reinfließen.</v>
Aber ich habe den Eindruck,
die Orte für sich, die sind immer relativ
harmonisch und untereinander entstehen dann die,</v>
wenn, wenn es sie überhaupt gibt,
die Konflikte zwischen den verschiedenen Klassen
und Bildungsansprüchen auch.</v>
Eugen: Danke, dass du mich und ich habe natürlich auch
seinen Namen jetzt nicht präsent,
aber den fand ich wirklich am sympathischsten in</v>
Yale.</v>
Arno: Das ist der.</v>
Eugen: Der geht natürlich.</v>
Arno: Mal nackt im Flur, liegt.</v>
Eugen: Ja ganz am Anfang. Ich bin auch ein sehr schöner
Einstieg.</v>
Ja, aber du musstest ja unbedingt Logan werden.
Ach Gott. Gerade Logan. Ich meine ja.</v>
Wir können jetzt gar nicht darüber reden,
wie die Serie dann ausgeht,
weil ich habe es nicht mehr so im Kopf, was in der</v>
letzten Staffel passiert. Aber ich glaube,
so, die kleine Redemption ist zumindest der Slogan
nicht heiratet.</v>
Arno: Was man zu klasse noch sagen kann,
weil ich gerade über Bildung gesprochen habe.</v>
Ist immer auch diese Positionierung von
klassischer Bildung zu popkultureller Bildung,</v>
also popkulturell als eher lowbrow? Ja,
Mittelklassephänomen und klassische Bildung.</v>
Dann eben Yale, Harvard,
die großen Klassiker der Weltliteratur oder der
Musik der klassischen Musik,</v>
was immer wieder so genannt wird. Und es wird
nicht als Gegensatz zueinander formuliert,</v>
aber für beide Seiten, sozusagen als
identitätsbildende Patina,
die so ein bisschen zeigt okay,</v>
die sind so, die hören das und das und die sind
die andere Seite ist so und die hört das und das,</v>
die hört dann von Patti Smith zu,
zu allem Möglichen.</v>
Und was spannend ist, ist,
finde ich, dass zum Beispiel Lorelai und Rory,
die den Middle Ground aus beiden bilden.</v>
Also gerade Rory hat ja diese popkulturelle
Bildung.</v>
Ist aber ja eine extrem gebildete Person,
die dann auch, weiß ich nicht,
die großen russischen klassischen</v>
Klassiker dann liest und so was. Also in der
ersten.</v>
Eugen: Folge liest sie Madame Bovary,
sie liest Moby Dick und sie hat in ihrem Spind von
Simone de Beauvoir The Second Sex stehen.</v>
Also die fängt gut an, das ist ein guter Start.</v>
Arno: Also sie ist ja eben so dieser,
dieser diese Schnittfläche zwischen den beiden und
die an Lorelai ja zelebriert,</v>
zelebriert. Aber dass sie ja eigentlich davon weg
will und eigentlich eher diese,</v>
aber.</v>
Eugen: Trotzdem die gesamte Literatur.</v>
Arno: Dann doch. Aber für sie hat es,
sage ich mal, nicht diesen Wert von kulturellem
Kapital.</v>
Für sie ist das kulturelle Kapital eher
Fernsehserien zu kennen und Musik zu kennen,</v>
an Rockbands zu kennen anstatt Mozart und und
Dostojewski oder sowas.</v>
Eugen: Guter Punkt. Irgendwann irgendwo habe ich gelesen,
auch, dass das so außergewöhnlich damals war.</v>
Ich glaube, vieles ist jetzt auch normaler und war
damals außergewöhnlich. Dass sie irgendwann in der
ersten Staffel plötzlich ein Heavy Metal T Shirt</v>
anhatte, während Frauen einfach in der Zeit
anscheinend noch keine oder sehr selten Heavy
Metal T Shirts in Fernsehserien getragen haben.</v>
Also ich nehme an, bei Heavy Metal Konzerten gab
es auch damals schon Frauen. Hoffe ich sehr. Aber
dass das so zelebriert wurde,</v>
dürfte früh da gewesen sein.</v>
Arno: Ein schöner Moment für mich war. Es gab ja auch
die Urgroßmutter, die irgendwann gestorben ist,</v>
die auch Lorelai, glaube ich.</v>
Eugen: Hieß und so einen typischen Adelspitznamen,
einen ganz dämlichen.</v>
Arno: Trixie wurde sie vom Sohn genannt,
also von Richard.</v>
Eugen: Das passt gut.</v>
Arno: Und sie hat. Ich glaube,
es war in der ersten Staffel.</v>
Kommt irgendwann zu Besuch,
was ja für Emily immer ganz schrecklich war,
weil sie beide sich ja total hassen.</v>
Und sie erzählt dann Ja,
sie kommt irgendwie gerade aus Kalifornien oder
so,</v>
weil sie da eine Miete, eine Wohnung vermietet
hat, und zwar an die Band Korn.</v>
Eugen: Ja.</v>
Arno: Hat keine Ahnung, was das ist,
aber Lorelai und Rory halt schon.</v>
Und das. Und sie schwärmt dann,
was das für liebe Kerle sind.</v>
Und man weiß natürlich als Zuschauer okay,
das ist die Metalband.</v>
Die sehen alle ein bisschen krass aus.</v>
Und daraus ergibt sich dann auch die Komik in dem
Moment.</v>
Eugen: Was meinst du? Haben wir noch etwas zu besprechen?
Oder sollen wir hier einen Schlussstrich ziehen?</v>
Arno: Ja, ich würde noch gerne also als versöhnlicher
Abschluss von dir wissen.</v>
Was sind deine Lieblingscharaktere und deine am
liebsten gehassten Charaktere?</v>
Eugen: Hm. Okay. Guter Punkt. Ja,
das machen wir.</v>
Das klingt nach Spaß. Ich würde vor. Wir sind
jetzt ein bisschen am Thema Feminismus,</v>
Emanzipation. Das hatten wir drinnen. Ich überlege
also, ich würde das jetzt auch nicht mehr groß
aufmachen.</v>
Es ist eher, es gibt eine leichte Antwort. Es gibt
Vorwürfe jetzt.</v>
Nein, das ist gar nicht so emanzipiert.</v>
Aber tatsächlich. Also die meisten Arbeiten,
die ich gelesen habe, sind dann auch so Apologie
des Feminismus in der Serie,</v>
die das sehr feiern und die halt auch wirklich
viele Zitate bringen von Blogs,</v>
von Fans, die das alles sehr dieses das Vorbild
extrem hilfreich fanden und von Empowerment reden.</v>
Und ich glaube, das stimmt auch,
weil eine Serie um 2000,
da war es sicher eine der fortschrittlichsten,</v>
wenn nicht die fortschrittlichsten,
was Frauenbilder angeht und allein schon Anzahl
der starken Frauencharaktere im Vergleich zur</v>
starken Männercharakteren.</v>
Arno: Würdest du das auch bei Rory sagen?</v>
Eugen: Rory ist wirklich ein spannender Fall,
weil sie ist eine sehr ambivalente Figur.</v>
Da verändert sich dann auch noch in den Staffeln.</v>
Sie ist auch, finde ich,
für die damalige Zeit sehr spannend,
weil sie ist dieses Sie ist dieses Mädchen,</v>
das aber auch mal eben nicht nur darauf reduziert
wird, weil sonst klassisch war ja dieses Ah,</v>
das ist das Bücherwurm Mädchen. Und dann entweder
am Ende hat man ihr die Brille runtergenommen,
einen sexy Minirock angezogen und ein Kilo Make up</v>
drauf gegeben. Und dann war sie super sexy und hat
auch alles wieder vergessen,
was sie vorher gelesen hat. Oder sie blieb halt</v>
Comic Relief und sie, die ist,
aber eine zentrale Figur ist.</v>
In ihrer Wertschätzung ist das Intellektuelle an
höchster Stelle und auch der Weg,</v>
den sie gehen will. Sie möchte jetzt nicht
irgendwas Blödes machen,
sie möchte Journalistin werden. Es ist dann eine</v>
herausfordernder Weg, weil dann halt immer wieder
Männerfiguren reinkommen,</v>
wo sie doch. Also bei den meisten hat sie noch die
eine unter Kontrolle gehabt.</v>
Da gab es diese Donna Reed Folge,
wo sie sich über ihn lustig gemacht hat. Das ist
klasse.</v>
Da ist sie dann erlegen,
diese diesen männlichen Gestus und belogen auch.</v>
Da gibt es sie. Sie kämpft hin und wieder dagegen,
wie irgendwann Logan sagt Du bist mein
Glücksbringer hier.</v>
Und dann gibt es immer schon was retour,
aber dann bleibt sie erst recht dort. Also es ist
da tue ich mir schwerer.</v>
Es gibt Forscherinnen, die versucht haben,
das mit der vierten Welle des Feminismus zu
erklären.</v>
Das habe ich nicht ganz kapiert. 123 kapiere ich
ganz gut, die vierte habe ich nicht ganz
verstanden.</v>
Ich finde, die Serie hält das aber auch aus.</v>
Dieses, diese Ambivalenz. Es ist ja auch du kannst
es dann auch sehen.</v>
Eben mit dem Vorbild der Lorelei,
die das sehr stark verkörpert,
ist es dann schwer.</v>
Und sie versucht einen anderen Weg zu gehen.</v>
Und das ist irgendwie vielleicht auch
realistischer, dass da eben nicht so ein
konsistentes Jetzt mit allen mit dem Arsch ins</v>
Gesicht, sondern sie versucht halt auch das sozial
auszunutzen, was sie, was sie zur Verfügung hat.</v>
Arno: Ja, ja, also ich habe ähnliches auch gelesen,
eben auch im Zusammenhang mit Klasse dann zum
Beispiel,</v>
dass sie sich aber eben auch ganz oft diesen
männlichen starken Typen in gewisser Weise
unterordnet oder zumindest sehr stark ihren</v>
Lebensweg davon bestimmen lässt.</v>
Eugen: Also naja, da kann man schon wieder sagen Sie,
die längste Zeit bestimmt sie alleine,</v>
wo sie geht. Da sind sie ja nicht die Männer,
die bestimmen. Aber es sind so im Kleinen Details,
wie die Abende verlaufen und so da.</v>
Arno: Ich habe den Eindruck das als Figur sie am meisten
allen gefallen will und das daraus</v>
auch ein gewisser Teil von Schwäche resultiert.</v>
Aber eben gleichzeitig auch diese. Dieses soziale
Kapital, weil sie eben alle anderen mag und alle
anderen sie auch mögen</v>
und finde ich als Charakter wahrscheinlich am
spannendsten in der Serie.</v>
Vielleicht nicht am sympathischsten,
aber doch am spannendsten,
weil sie eben so hin und her gerissen ist zwischen</v>
beiden Welten und irgendwie in beide passen will.</v>
Aber ich habe auch den Eindruck,
so richtig passt sie bei keiner der beiden Welten.</v>
Eugen: Ich glaube, das ist ich muss aufpassen mit den
Begriffen.</v>
Das. Also ich wollte realistisch sagen,
es ist jetzt nicht so super realistisch,</v>
aber es ist näher am Leben als die sehr
eindeutigen Figuren.</v>
Eben dass man ein bisschen das Ambivalente,
das auch sieht, den Weg geht,
der Halt zur Verfügung steht und da.</v>
Ja halt auch inkonsequent ist. Gut,
dann können wir ja dann jetzt zu den Fragen gehen.</v>
Möchtest du anfangen?</v>
Arno: Soll ich? Wen mochtest du denn am liebsten?</v>
Eugen: Ähm.</v>
Arno: Kann. Können auch mehrere sein? Natürlich.</v>
Eugen: Ja. Also, ich tue mir gar nicht so leicht.</v>
Das ist. Ich glaube, am Anfang war Luke einer
meiner Lieblinge.</v>
Das ist beim ersten Mal Erinnerung. Der war für
mich so.</v>
Den habe ich noch immer sehr gern. Vor allem in
den ersten Staffeln. Später finde ich ihn immer
schwieriger. Und sonst?</v>
Die Lorelai.</v>
Arno: Was macht für dich beim Luke später schwieriger?</v>
Eugen: Ich versuche mich jetzt zu erinnern,
warum er schwierig wird. Ich glaube,
er wird Reaktionäre in seinen Überzeugungen.</v>
Dann war so eine Teilerzählung mit dem Kind,
das er wiederentdeckt hatte Tochter.</v>
Ich weiß nicht, ob du dir schon hattest.</v>
Das kommt dann erst. Das fand ich extrem mühsam
und das hat mir nichts gegeben.</v>
Arno: Das sind Storys. Wenn die Staffeln sehr lange
laufen, über sieben Staffeln oder so und man
unbedingt noch neue Stränge einbauen muss.</v>
Eugen: Ich weiß gar nicht. Ich glaube,
es ist noch von einem Palladinos ursprünglich,
aber das funktioniert,</v>
hat für mich gar nicht funktioniert. Und auch der
Moment ab dem Moment, wo er mit der Lorelai
zusammen war,</v>
die ja schon auch eine meiner Lieblingsfiguren auf
jeden Fall war, hat er plötzlich so was
Klammerndes gehabt.</v>
Das ist am Anfang einfach noch nicht so rauskam.</v>
Also das war. Aber ich. Ich kann es nicht sehr gut
in Worte fassen.</v>
Dann bin ich immer sehr mochte,
war die meiste Zeit da gab es auch Phasen,</v>
wo sie mit den einen aus OC California zusammen
war.</v>
Den fand ich eher mühsam. Ich habe mich sehr
gefreut, als der nach California abgebogen ist.</v>
Und sonst mochte ich eigentlich immer alle.</v>
Also es ist sonst glaube ich niemand.</v>
Also ich meine, sicher fand ich einige
anstrengend, so wie Taylor Dozy,
aber das gehört ja auch dazu.</v>
Und das ist ja, ich habe es geliebt.</v>
Arno: Dass man die anstrengend findet. Ja,
wenn.</v>
Wenn ich darüber spreche,
muss ich ein bisschen differenzieren.</v>
Also vom Schauspiel her fand ich,
glaube ich, Emily am besten.</v>
Eugen: Oh ja, Die, die.</v>
Arno: Vermittelt diese Figur dieser Aristokratie,
ich nenne es jetzt mal aristokratisch,</v>
diese aristokratischen Vertreter,
Vertreterin einfach so wahnsinnig gut,
dieses verklemmte,</v>
steife einerseits, auch diese Sehnsucht nach dem
Ausbrechen und nach dem sie will ja eigentlich
emotional sein und kann es,</v>
kann das nicht und macht dadurch viele Sachen
immer schlimmer.</v>
Und die spielt das so wahnsinnig gut und witzig
und voller Inbrunst.</v>
Das ist einfach eine Wonne,
der einfach beim Schauspielen zuzugucken.</v>
Eugen: Und sie hat ja auch noch eine spannende
Geschichte, in der ich wieder nicht nachgeschaut,</v>
wie es heißt in der Netflixfortsetzung,
weil da ihr Mann gestorben ist und da muss,</v>
da emanzipiert sie sich dann. Also da wird sie
selbstständig, während sie vorher total in diesem,</v>
in dieser Symbiose mit ihrem Mann aufgegangen ist.</v>
Arno: Da fand ich ja auch spannend. Es gibt dann eine
kurze Phase, wo die eben getrennt sind,</v>
das auch, da sie eigentlich schon so ein bisschen
aufblüht, aber dann doch diese furchtbare,</v>
furchtbar starke Sehnsucht nach diesem alten
festen Verhältnissen dann doch hat,</v>
sie.</v>
Eugen: Halt so viel Halt gegeben hat. Die spiegelt ja
total dieses wieder, dass sie ja,</v>
also sie ist ja überhaupt nicht emanzipiert.
Zugleich ist sie aber überhaupt nicht eine
schwache Person, sondern ist sogar eine extrem</v>
starke Person, die aber halt total das alte System
verteidigt und durchsetzen will,</v>
koste es, was es wolle. Überall.</v>
Arno: Also wirklich. Ich bin immer sehr begeistert,
wenn ich sie sehe und.</v>
Eugen: Ich weiß jetzt wieder, wen ich nicht mochte.
Tschuldigung. Sorry.</v>
Arno: Jetzt sag ich.</v>
Eugen: Dir, Wahrscheinlich war ich einfach nur
eifersüchtig. Immer. Eigentlich. Ich hielt immer
die Love Interests von der Lorelei bis auf Luke</v>
gar nicht aus. Also schon erste Staffel,
Max Medina.</v>
Gott, er.</v>
Arno: War so.</v>
Eugen: Einweichspüler. Dann kam dieser etwas lustige
Herausgeforderte.</v>
Was war er? Venture Capital ist der Topper Tupper.</v>
Arno: Der Kollege vom Richard. Genau.</v>
Eugen: Genau der. Dann später die Schule und Malcolm in
the Middle.</v>
Kurz geleitet hat. Also nicht die Figur,
sondern der Schauspieler.</v>
Den habe ich auch ganz schwer ausgehalten.</v>
Und Christopher ging überhaupt nicht gut,
wenn er mit seinen Lederjäckchen.</v>
Dann kam dieses kleine Milchbubn von der Ostküste
und Irgendein Start up da hatte.</v>
Und dann das. Die gingen,
die habe ich immer ganz schwer ausgehalten.</v>
Arno: Ja, die Love interests. Da würde ich dir auch
zustimmen.</v>
Ich finde wobei. Also Max ist halt harmlos.</v>
Vielleicht ist das sein größter Fehler.</v>
Eugen: Da hat man auch gleich wieder vergessen,
was er gesagt hat. Eigentlich.</v>
Arno: Die anderen beiden fand ich auch ganz schlimm. Ich
finde auch Taylor, also der spielt so überzeugend,</v>
dass ich ihn wirklich überhaupt nicht mag.</v>
Eugen: Den fand man durchgehend Watschen.</v>
Arno: Ja, ja, der ist einfach ein schrecklicher,
schrecklicher Charakter.</v>
Ich finde, wo ich es auch sehr schade finde,
zum Beispiel Sookie bleibt so flach als Charakter,</v>
da gibt es ja überhaupt keine wirkliche
Charakterentwicklung, oder.</v>
Eugen: Die ist einfach ich. Sie ist,
sie bleibt Corky und.</v>
Arno: Also ich habe auch einen Artikel dazu gelesen zu
Körperbildern und Gilmore Girls.</v>
Und in einem wurde eben auch gesagt also das eine,
was wir schon hatten Fastfood.</v>
Aber die Essens, die stopfen in sich rein.</v>
Aber sie sind beide so ganz normcore dünn.</v>
Und die dürfens auch. Und das ist deswegen
überhaupt nicht dieses Blue Collar Essverhalten,</v>
was dann gleich zu Adipositas führt und so und auf
der anderen Seite dann eben Quirky,</v>
die lustige Dicke, die man auch noch in der Serie
hat, die so ein bisschen der Sidekick ist,</v>
aber letztlich unbedeutend bleibt.</v>
Eugen: Ein bisschen wie Miss Patty.</v>
Arno: Wahrscheinlich ja. Ja, und das finde ich ein
bisschen schade.</v>
Also, wenn ich ein bisschen weggeworfenes
Potenzial, wenn ich total gerne mag.</v>
Noch ist auch Michelle.</v>
Eugen: Oh, ja. Okay, das stimmt auch.</v>
Arno: Auch wenn er auch flach bleibt oder überhaupt
keine Charakterentwicklung hat,</v>
soweit ich das bisher gesehen habe. Aber er ist
halt.</v>
Er ist einer der wenigen People of Colour,
was aber überhaupt keine Rolle spielt.</v>
Also postracial wieder was,
sondern er ist der Franzose.</v>
Also dieses. Das spielt vielmehr dieser
französische Akzent eine Rolle.</v>
Und wie er sich gibt und dieses ständig
eingeschnappt sein.</v>
Aber eigentlich hat man ihn ja doch lieb und so,
das spielt er ganz toll und den habe ich irgendwie
sehr gerne.</v>
Eugen: Den habe ich auch furchtbar gerne. Natürlich,
der ist ja auch sehr stereotyp und darin auch sehr
lustig. Aber es ist eigentlich kein Humor auf</v>
seine Kosten, sondern er ist auch in Kontrolle der
Situationen.</v>
Meistens, ja.</v>
Arno: Meistens.</v>
Eugen: Wenn ich mich richtig erinnere. Ja,
ja, ein guter Abschluss wirst du dir.</v>
Arno: Mit Liebe an und hören mit Liebe auf.</v>
Eugen: Bis du dir die Netflix Serie auch,
also die das Reunion, wie auch immer man es nennen
mag.</v>
Arno: Alles schauen. Ja, ja, absolut. Und dann muss ich
mir überlegen, was ich danach schaue,</v>
ob ich zum Beispiel mal Gossip Girls gucke.</v>
Tatsächlich? Oder?</v>
Eugen: Ich habe ja gar keine Ahnung von Gossip Girls.</v>
Also das ist. Ist das nicht Gossip Girl?</v>
Es ist Girls. Mehrzahl.</v>
Arno: Daran sind auch mehrere. Vielleicht aber auch nur
eins.</v>
Und wo du es erwähnt hast,
Malcolm in the Middle hatte ich ja auch mal
angefangen,</v>
noch mal zu schauen. Das muss ich,
glaube ich, noch weiterschauen.</v>
Eugen: Ja, mach das.</v>
Arno: Also auch diese Serie ist auch sehr gut gealtert,
was ich gesehen hatte.</v>
Eugen: Ja, ist wie bei vielen Serien. Irgendwann ist der
Moment, wo das heißt der Schlag,</v>
wo es dann halt ein bisschen über drüber ist,
wo dann nach Afghanistan kommt und so,</v>
ja, ja, aber da muss ich sagen,
da war jetzt auch wieder die,
das auf Disney glaube ich,</v>
das wieder zusammenkommen.</v>
Arno: Da hast du es gesehen.</v>
Eugen: Ja, das war erstaunlich gut. Das war wirklich.</v>
Ich meine, die Kritiken waren auch sehr gut. Ich
hatte große Angst vor solchen Sachen. Immer. Ich
frage mich dann auch, wie notwendig das ist. Aber</v>
in dem Fall, muss ich sagen,
hat es mich erweitert, hat auch neue Charaktere
dazu gebracht.</v>
Und das war eben nicht nur,
es war schon auch sehr viel Fanservice.</v>
Arno: Ja klar.</v>
Eugen: Aber es war an. Es ist auch in. Ich verliere mein
Deutsch.</v>
Es ist an und für sich sehenswert,
würde ich sagen.</v>
Was mir noch bevorsteht,
ist Scrubs. Das war auch noch so eine
Wohlfühlserie für mich. Da gibt es ja auch jetzt</v>
das wieder treffen die. Das habe ich.</v>
Das habe ich irgendwann wieder versucht. Scrubs
Weil ich habe es so sehr geliebt. Anfang der 2000
er Jahre. Und das ging dann nur noch so schwer.</v>
Ich habe sie alle ganz, ganz schwer ausgehalten.</v>
Ich frage mich, ob das jetzt wieder besser
geworden ist.</v>
Arno: Ich fand. Also ich habe es auch irgendwann mal
wieder gesehen.</v>
Das ist aber auch schon ewig her. Da fand ich es
relativ gut, bis auf die letzten zwei,</v>
drei Staffeln. Aber das.</v>
Eugen: War ja überhaupt eine.</v>
Arno: Gattung.</v>
Eugen: Ja, es war auch eine ganze Staffel am Ende,
wo niemand mehr dabei war,
wo sie irgendwie auf Teufel komm raus noch</v>
irgendwas gemacht haben mit neuem Cast und den als
Gaststars.</v>
Das war dann irgendwann muss man auch einfach mal
Schluss machen mit einer Serie.</v>
Und den Moment haben sie eindeutig verpasst gehabt
in meiner Wahrnehmung.</v>
Arno: Ja, das ist bei diesen langlebigen Serien.</v>
Das größte Problem, das die auch ihre Qualität
dann auch halten.</v>
Eugen: Ja, irgendwann ist es auserzählt. Scheinbar.</v>
Arno: So wie diese Folge.</v>
Eugen: Diese Folge. Danke, Arno. Es war eine Freude.</v>
Ich habe sehr gerne.</v>
Arno: Es hat mir sehr gerne. Noch mal machen.</v>
Eugen: Ja. Schauen wir mal! Schauen wir mal,
ob das irgendjemand hören will.</v>
Wenn das jemand hören will,
dann können wir da jetzt noch eine andere große
populärkulturelle Themen heranwagen.</v>
Gut. Das war's.</v>
Arno: Ja, das war's jetzt.</v>
Eugen: Abspann. Credits, keine Post Credit Szene.</v>
Arno: Jetzt müssen wir so in den Abspann hinein singen.</v>
Lalalalalala. Die haben ja da auch immer diese
Musik.</v>
Diese Sängerinnen, die da.</v>
Eugen: Dieses.</v>
Arno: Lied.</v>
Eugen: Ja, ja. Na gut, ich denke zuerst natürlich jetzt
noch mal an On Your Own.</v>
Arno: Den Titelsong. Ja.</v>
Eugen: Hmmm, das sollte ich jetzt zumindestens auswendig
können.</v>
Arno: Den skippe ich immer.</v>
Eugen: Ja, gut. Echt? Nein, du darfst nicht skippen.</v>
Man hört sich das an und dann auch beim Abspann
nicht überspringen.</v>
Die paar Minuten, die du da gewinnst.</v>
So, wir brabbeln nur noch. Ich brabbeln nur noch.</v>
Es war eine große Freude. Vielen Dank.</v>
Bis zum nächsten Mal.</v>
Arno: Bis bald. Tschüss.</v>
Intro/Outro: Danke schön. Bitte schön. Bitte schön.</v>
Sandra.</v>
Oh!</v>
Eugen
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